Was lagert in den alten Ställen noch alles?

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Noch immer lagern auf dem Gelände nahe Ritze jede Menge Plastiksäcke unbekannten Inhalts.

Ritze – Von Ulrike Meineke und Holger Benecke. Fünf Brände seit 1997 – welche Zeitbomben ticken auf dem Gelände am Ritzer Ortsausgang Richtung Klein Chüden noch? Nach Auffassung der Kreisverwaltung keine, denn sie hat den Bremsstaub, der in einer der Hallen in Plastiksäcken lagerte, entsorgen lassen und das Grundstück verschlossen übergeben. Das war am 24. September 2009.

Während der Löscharbeiten am Freitagabend sahen die Feuerwehrleute in der Nachbarhalle allerdings erneut Plastiksäcke mit unbekanntem Inhalt. Und sie fragen sich: Was ist, wenn es dort brennt? Welche Zeitbomben ticken in den Säcken? Diese Frage ist nachvollziehbar, schließlich hat ein größerer Brand in einer Nachbarhalle seinerzeit für Aufsehen gesorgt, als Berge von Windelresten in Flammen standen. Auch Schweine ohne Ohren wurden in den Hallen der ehemaligen LPG schon gelagert. Fest steht: Sollten sich in den Hallen gefährliche Stoffe befinden, ist das Umweltamt des Altmarkkreises zuständig. Die Verkehrssicherungspflicht des Geländes obliebt der Stadt Salzwedel.

1998 kam es auf dem Gelände zum größten Brand im Altmarkkreis Salzwedel. Die Feuerwehrleute konnten auch damals die Halle mit den brennenden Windelballen nicht löschen. Das gesamte Netzmittel, das für Löschschaum im Kreis zur Verfügung stand, wurde bei dem tagelangen Feuer verbraucht. Die unzähligen Säcke mit den asbesthaltigen Bremsstäuben lagen gleich nebenan. Eine Gefahr für die Menschen? Der Kreis wiegelte damals ab, das Gelände muss verschlossen sein, hieß es. Doch das schob den wilden Müllentsorgern nicht wirklich einen Reigel vor.

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