Neuer wurde noch nicht gestellt

Antrag aus Salzwedel kam zu spät: Kunstrasen-Förderung geplatzt

Landtagsabgeordneter Carsten Borchert (l.) hatte Sportminister Holger Stahlknecht vor drei Jahren zwecks Förderung des Kunstrasenplatzes nach Salzwedel geholt. Beim gestrigen Zwischenstopp am Stadion zeigten sich beide enttäuscht.
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Landtagsabgeordneter Carsten Borchert (l.) hatte Sportminister Holger Stahlknecht vor drei Jahren zwecks Förderung des Kunstrasenplatzes nach Salzwedel geholt. Beim gestrigen Zwischenstopp am Stadion zeigten sich beide enttäuscht.

Salzwedel – Mit dem Kunstrasenplatz im Salzwedeler Werner-Seelenbinder-Stadion wird es vorerst nichts werden. Doch der Reihe nach: Am 2. August 2017 riet Sportminister Holger Stahlknecht vor Ort im Stadion, eine Förderung um die 50 Prozent zu beantragen.

Lautstark wurden damals von den Stadträten 90 bis 100 Prozent Förderung verlangt.

Zurück auf den Boden der Realität ging der Stadtrat die Sache dann im vergangenen Jahr an. Als die Abgeordneten sich dann dazu durchgerungen hatten, die Eigenmittel im Haushalt zu verankern, war es eigentlich schon zu spät. Denn die Frist für die Förderanträge war bereits abgelaufen. Trotzdem reichte die Stadtverwaltung mit Datum 27. Februar 2020 einen Antrag zum Neubau eines Kunstrasenplatzes im Seelenbinder-Stadion beim Landesverwaltungsamt ein. Da dieser zu spät kam, konnte er für dieses Jahr nicht mehr berücksichtigt werden. Den Ablehnungsbescheid bekam die Stadt am 8. Juni schriftlich. Mit dem Hinweis, dass ein neuer Antrag bis zum 30. September dieses Jahres für 2021 gestellt werden kann. Bisher liegt aber noch kein neuer Antrag für 2021 vor.

Im Stadion sieht es momentan sowieso finster aus. Zwar wurde dieses am Montag geöffnet. Doch schon am nächsten Montag wird es für vier Wochen erneut geschlossen. Diesmal nicht wegen Corona, sondern es muss Rasen nachgesät werden. Ob das nicht während der Pandemie hätte erfolgen können, bemängelte Norbert Block, Vorsitzender des Behinderten- und Rehabilitationssportvereins, am Mittwoch während der Stadtratssitzung. Man hätte die Maschine dafür nicht eher bekommen und deshalb schon die Regenerationsphase des Rasens von sechs auf vier Wochen eingeschränkt, so Hella Jesper vom Liegenschaftsamt. (hob)

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