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Kunsthaus soll 2014 öffnen

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Dietrich von Gruben zeigte gestern den Schlüssel und Sabine Danicke eine historische Aufnahme des Lyzeums. © Foto: Benecke

Salzwedel. „Jetzt müssen die Architekten erst einmal ein halbes Jahr planen. Vielleicht fangen wir dieses Jahr noch mit dem Dach an“, nannte Dietrich von Gruben gestern die nächsten Schritte für das künftige Salzwedeler Kunsthaus in einem Pressegespräch. Von Gruben hat das ehemalige Lyzeum und spätere Pionierhaus namens der Firma Gornig für ein Kunsthaus gekauft (wir berichteten). 2012 soll das Gebäude bereits saniert sein, sodass 2013 der Innenausbau beginnen kann. Dabei sei die Mitsprache von Künstlern gefragt, so von Gruben, der das Vorhaben zusammen mit Oberbürgermeisterin Sabine Danicke vorstellt. Mit zirka einer Million Euro rechnet der Geschäftsmann.

Das Kunsthaus, dessen Eröffnung Danicke für 2014 prtognostizierte, soll auch abends geöffnet sein und sowohl gastronomische wie künstlerische Angebote – Ausstellungen und Konzerte – bieten. „Ein Ziel für die, die abends noch einmal in die Stadt gehen wollen“, so von Gruben. Er will kein Salzwedeler Kunsthaus, sondern die Salzwedeler sollen es „unser Kunsthaus“ nennen und sich damit identifizieren. Auch in kritischen Auseinandersetzungen. Deshalb soll das Lyzeum bereits in diesem Jahr am ersten Juni-Wochenende zum Hansefest geöffnet werden. „Damit die Leute schon einmal reingehen können und das Wachsen des Hauses miterleben können“, sagte die Oberbürgermeisterin.

Von Gruben ist es wicht, Stifter, Spender, Sponsoren zu gewinnen, um das ehrgeizige Projekt umzusetzen. Die Sparkasse Altmark West weiß er dabei bereits im Boot. Eine Informationsveranstaltung für alle Bürger ist ebenfalls im Juni geplant. Dort werden die Architekten das Vorhaben erläutern.

Auch Gus Kopriva wird dabei sein. Der US-Bürger will seine über 2 000 Exponate zählende Kunstsammlung, darunter Werke von Picasso, Chagall, Rembrandt und Kollwitz, der Hansestadt für zehn Jahre zur Verfügung stellen. Das gab letztendlich auch den Ausschlag, das Lyzeum mit fast 3 000 Quadratmetern Nutzfläche für ein Kunsthaus zu erwerben, machte von Gruben deutlich.

Von Holger Benecke

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