DAK-Gesundheit startet Kampagne „bunt statt blau“ im Altmarkkreis

Kunst gegen Komasaufen

Mit der Kampagne solle den Jugendlichen die Gefahren von Alkoholmissbrauch aufgezeigt werden.
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Mit der Kampagne solle den Jugendlichen die Gefahren von Alkoholmissbrauch aufgezeigt werden.

Altmarkkreis – Kunst gegen Komasaufen: Unter diesem Motto startet die DAK-Gesundheit jetzt offiziell ihre Kampagne „bunt statt blau“ zur Alkoholprävention im Altmarkkreis Salzwedel.

Im zehnten Jahr sucht die Krankenkasse die besten Plakate gegen das Rauschtrinken. Hintergrund: 2017 kamen bundesweit 21 721 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus, 2,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Damit ist die Zahl der betroffenen Kinder und Jugendlichen wieder leicht gesunken. Experten fordern weiter eine verstärkte Aufklärung über die Risiken des Rauschtrinkens.

Unterstützt wird die mehrfach ausgezeichnete Kampagne für Schüler zwischen zwölf und 17 Jahren durch Sachsens-Anhalts Sozialministerin Petra Grimm-Benne. Alle Schulen in der Altmark sind eingeladen, das Thema Alkoholmissbrauch im Unterricht zu behandeln und ihre Schüler bis 31. März Plakate gegen das Komasaufen gestalten zu lassen. Der Wettbewerb ist Teil der „Aktion Glasklar“, die seit 14 Jahren Schüler, Lehrer und Eltern über Alkohol aufklärt.

Beim sogenannten Komasaufen gab es 2017 im Altmarkkreis Salzwedel mit 26 Betroffenen einen Rückgang um 16 Prozent. „Eine regionale Alkoholprävention ohne erhobenen Zeigefinger bleibt für uns unverzichtbar, um Kindern und Jugendlichen die Gefahren von Alkoholmissbrauch aufzuzeigen.

Wichtige Gesundheitsthemen wie dieses sollten im Schulalltag diskutiert werden“, sagt Diana Sode von der DAK-Gesundheit in Salzwedel. „Bei ‚bunt statt blau‘ werden junge Künstler selbst zu glaubwürdigen Botschaftern gegen das Rauschtrinken. Das macht diese Präventionskampagne so besonders.“

Seit 2010 haben bundesweit mehr als 95 000 junge Künstler bunte Plakate gegen das Komasaufen gestaltet, darunter auch viele aus dem Altmarkkreis Salzwedel. Die Kampagne „bunt statt blau“ wird von Politikern, Suchtexperten und Künstlern unterstützt.

„Viele Jugendliche überschätzen sich und glauben, exzessives Trinken gehöre zum Feiern dazu. Die Aufklärung über die Gefahren eines riskanten Alkoholkonsums gelingt mit dem Wettbewerb sehr gut“, erklärt Diana Sode. „Mit ihren bunten Plakaten bekennen die jungen Künstler Farbe. So kommen Schüler und Lehrer bei dem schwierigen Thema Alkoholmissbrauch neu ins Gespräch.“

Bei dem Plakatwettbewerb gibt es im Jubiläumsjahr wertvollere Geld- und Sachpreise zu gewinnen als bisher. Außerdem winkt auch 2019 den Schülern, die über die sozialen Netzwerke teilnehmen, ein Instagram-Sonderpreis: Wer ein Bild von seinem Plakat oder ein Video hochlädt, kann eine Polaroid-Kamera inklusive Zubehör gewinnen.

Einsendeschluss für den Wettbewerb ist der 31. März. Anschließend werden in allen 16 Bundesländern die besten Plakate ausgezeichnet. Im Juni wählt eine Bundesjury mit der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Marlene Mortler, und dem Vorstandsvorsitzenden der DAK-Gesundheit, Andreas Storm, den Bundesgewinner aus allen Landessiegern.

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