Unterhaltungsverband hilft der Natur

Künstliche Heimat für den Eisvogel

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Ebenfalls neu angelegt: eine von mehreren Laichbuchten für Amphibien entlang des ehemaligen Kfz-Sperrgrabens.

Hoyersburg. Uwe Heinecke, Geschäftsführer des Unterhaltungsverbandes „Jeetze“, freut sich über dieses Projekt: günstig, einfach zu realisieren und dennoch mit weitreichendem Nutzen. Gemeint sind die neuen, künstlichen Bruthöhlen für den Eisvogel.

Ein Eisvogel, fotografiert bei Diesdorf von Sandra Haase.

Acht Stück davon hat der Unterhaltungsverband Ende des vergangenen Jahres auf den Kusebruchwiesen, nördlich des Bürgerholzes, zwischen Jeebel und Klein Chüden sowie bei Mechau aufgebaut. Eine Metallplatte ahmt den Wurzelteller eines umgestürzten Baumes nach; durch ein Loch kann der Eisvogel über eine Betonröhre den Brutraum erreichen. Das Ganze wird schließlich noch mit Erde abgedichtet.

Uwe Heinecke vom Unterhaltungsverband „Jeetze“ deutet an, wie lange die Brutröhre hinter der Öffnung ist. Acht dieser künstlichen Eisvogelbehausungen stehen bereits.

Ob der neue Lebensraum von den markant gelb-blauen Tieren mit dem langen Schnabel auch angenommen wird, soll sich im Frühjahr zeigen. Der Unterhaltungsverband arbeitet mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland sowie mit dem Naturerbeverein Vissum zusammen. Sie wollen ein Auge auf die Bruthöhlen werfen, die durch das sogenannte Umweltsofortprogramm des Landes finanziert wurden. Drei weitere sollen noch folgen – bei Vissum, Schernikau und Mechau.

Und so sieht ein möglicher natürlicher Brutort für den Eisvogel aus. Nach den Stürmen des Vorjahres gibt es noch immer viele umgestürzte Bäume, deren Wurzelteller fast senkrecht zum Boden stehen.

Das wasserreiche Gebiet entlang des Grünen Bandes ist idealer Lebensraum für den Eisvogel. Er findet dort freie Wasserflächen und zahlreiche Sitzpunkte. Und es zeigt: Mensch und Natur können durchaus problemlos miteinander auskommen.

Von Jens Heymann

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