Mehr Fälle im Bereich der PI Stendal

Kriminalstatistik in der Altmark: Polizei klärt 60 Prozent auf

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Die Kriminalpolizei musste auf dem Gebiet der PI Stendal im vergangenen Jahr insgesamt 17660 Mal tätig werden. Über die Hälfte der Fälle wurden aufgeklärt.

Altmark – 17 660 Kriminalfälle wurden im vergangenen Jahr in der Polizeiinspektion (PI) Stendal bearbeitet. Dies bedeutet einen Anstieg: 2018 waren es 17257. Dies geht aus einer in dieser Woche veröffentlichten Statistik hervor.

Die PI umfasst eine Fläche von 6293 Quadratkilometern und betrifft die Landkreise Salzwedel, Stendal und Jerichower Land. 680 Mitarbeiter sind für die Inspektion tätig.

Erreicht werden konnte eine Aufklärungsquote von 60 Prozent (2018/59,2 Prozent). Die Erfolge sind insgesamt gesehen unterschiedlich. So gab es acht Fälle bei denen Totschlag und Töten auf Verlangen im Mittelpunkt stand. In allen Fällen konnten der oder die Täter ermittelt werden. Bei der fahrlässigen Tötung (fünf) liegt die Quote bei 66 Prozent. Morde gab es 2019 keine.

Gewalttätige erwischt

In Sachen Rauschgiftkriminalität konnte ebenfalls viel Licht ins Dunkel gebracht werden. 95 Prozent der insgesamt 1468 Fälle wurden erfolgreich abgeschlossen. Bei Roheitsdelikten führen Ermittlungen auch oftmals dazu, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden können. Im Bereich der PI mussten die Kriminalbeamten 3119 Mal tätig werden. 2059 Körperverletzungen und 100 Vorfälle, bei denen es um Raub, räuberische Erpressung und räuberischer Angriff auf Kraftfahrer ging.

Es gibt aber auch Situationen, in denen es nicht gelingt, alle Fragen zu beantworten. Dazu gehört Straßenkriminalität. Nur etwa ein Viertel der bekannten Fälle konnten im Bereich der Polizeiinspektion Stendal 2019 aufgeklärt werden.

Autos werden geknackt

Noch geringer fällt die statistische Zahl teilweise bei den Diebstählen (insgesamt 5763 Anzeigen / davon 30,8 Prozent geklärt) aus. Dieser Part bildet einen Arbeitsschwerpunkt. Mit Blick auf Ladendieben gelingt es immerhin zu 90 Prozent, die Verantwortlichen zu überführen. Bei Einbrüchen in Autos und der anschließenden Mitnahme von Gegenstände kann dies aber nur etwa bei 9 Prozent der Vorfälle erreicht werden. Ähnlich gering scheinen die Erfolgsaussichten, Langfinger zu erwischen, die sich an Fahrrädern zu schaffen machen. Die Quote beträgt etwa 12 Prozent. Mit Blick auf gestohlene Kraftwagen konnte die Polizei im vergangenen Jahr bei rund einem Viertel nachvollziehen, wo die Fahrzeuge letztendlich abgeblieben sind. Dazu gehören auch Situationen, in eine Frau oder ein Mann kurzzeitig einen Wagen nutzen und der eigentliche Besitzer dies nicht erlaubt hat. Was Diebstähle in Wohnungen angeht, liegen die Erfolgsmeldungen bei knapp 40 Prozent.

VON CHRISTIAN ZIEMS

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