Nach Trockenperiode sind die Pegel von Flüssen und Bächen im Altmarkkreis dramatisch gesunken

Altmarkkreis Salzwedel verbietet Wasserentnahme

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Wasserentnahme verboten: In der Beeke bei Wallstawe ist der Wasserstand durch die Trockenperiode dramatisch gefallen.

Altmarkkreis Salzwedel. Auf Gartenbesitzer, die keine eigenen Brunnen haben, kommen schwere Zeiten zu: Der Altmarkkreis verbietet, das kostbare Nass aus Gewässern zu entnehmen.

Denn derzeit sind die Wasserstände durch die lang anhaltende Trockenperiode so dramatisch gesunken, dass selbst kleine Entnahmen zu wesentlichen und damit unzulässigen Verminderungen in der Wasserführung die Folge wären.

„Eine Entnahme von Wasser aus oberirdischen Gewässern zum Eigengebrauch, insbesondere zur Bewässerung von Gärten, ist derzeit per Gesetz bis auf Weiteres unzulässig“, war gestern von Kreissprecherin Birgit Eurich zu erfahren. Sie führt dabei als besonders dramatisches Beispiel die Beeke bei Wallstawe ins Feld. Zudem sei keine Entspannung – sprich nennenswerte Regenfälle – in Sicht.

Mit dem Verbot stützt sich die Untere Wasserbehörde des Altmarkkreises sich auf die Paragrafen 25 (Wasserhaushaltsgesetz) und 29 (Wassergesetz des Landes Sachsen-Anhalt), die die Entnahme von Wasser aus oberirdischen Gewässern für den Gemein-, Eigentümer- und Anliegergebrauch regeln. Dort heißt es: „Zulässig ist diese nur, soweit andere nicht beeinträchtigt werden und keine nachteilige Veränderung der Wasserbeschaffenheit, keine wesentliche Verminderung der Wasserführung sowie keine andere Beeinträchtigung des Wasserhaushalts zu erwarten sind.“ Und genau dieser Fall ist durch die lange Dürreperiode nun eingetreten.

Von Holger Benecke

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