Das Ziel: Barrierefreiheit

Kreis lässt Danneil-Museum komplett überplanen: Fahrstuhl kommt an die Parkseite

Auf der Rückseite des Danneil-Museums soll künftig ein Fahrstuhl die Besucher in das dann barrierefreie Museum bringen. Die Planungen dafür laufen zurzeit.
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Auf der Rückseite des Danneil-Museums soll künftig ein Fahrstuhl die Besucher in das dann barrierefreie Museum bringen. Die Planungen dafür laufen zurzeit.

Salzwedel – Der Altmarkkreis macht ernst mit dem Bau eines Aufzugs am Danneil-Museum. Das Gebäude hatte der Kreis bereits im vergangenen Jahr für einen Euro von der Stadt gekauft. Ein wichtiger Schritt, um für Investitionen an Fördermittel heranzukommen.

So lange das Museum vom Kreis zwar betrieben wurde, aber der Stadt gehörte, hätte das nur der Eigentümer gekonnt. Ergo ging der Kreis diesen Schritt.

Nun soll das Danneil-Museum auch für alle Menschen zugänglich gemacht werden. Denn bislang hatten es Menschen mit Gehbehinderungen oder gar Rollstuhlfahrer schwer bzw. gar keine Chance, sich die Ausstellungen anzusehen. Der einzige Zugang in das Museum führt über eine hölzerne Wendeltreppe.

Während ein Fahrstuhl schon länger im Gespräch war, macht der Kreis nun Nägel mit Köpfen und lässt für 192 550 Euro das gesamte Gebäude inklusive der Innenräume überplanen. Weitere 76 000 Euro werden in die Tragwerksplanung gesteckt. Das Ergebnis soll dann ein bis unter das Dach barrierefrei zugängliches Danneil-Museum im Herzen der alten Hansestadt werden.

Die Planungen sind bereits an ein Stendaler Unternehmen vergeben. Dieses hatte auch als einziges ein Angebot abgegeben. Zum Gesamtumfang gehört neben der bisherigen Haupttreppe der Fahrstuhl, der auf der Rückseite des historischen Gebäudes (zum Park des Friedens hin) angebaut werden soll. Dazu ist auch eine denkmalrechtliche Genehmigung notwendig. Hinzu kommen Brandschutzkonzept und Feuerwehrpläne sowie Wärmeschutz- und Energiebilanzierung. Auch die Elektroinstallation, Heizung, Lüftung und Sanitäranlagen müssen auf den Prüfstand.

Der Entwurf der Umbaupläne soll bis Ende Mai vorliegen, die abschließende Genehmigungsplanung bis zum 31. Juli fertig sein.

VON HOLGER BENECKE

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