Steuerquellen des Landes sprudeln / Basis will davon etwas abhaben

Kreis fordert mehr Geld für Kitas und Straßen

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Der Kreis unterhält etliche Straßen und will einige, wie den Bundesfeldweg zwischen Ritze und B190 ausbauen. Doch es geht nur langsam voran. Grund ist fehlendes Geld.

Altmarkkreis. Der Kreishaushalt 2018 ist beschlossen und soll nun vom Land genehmigt werden. Im Vorfeld nahm Landrat Michael Ziche am Montag Stellung und ging auf Details ein. Insbesondere bei Investitionen sei keine Luft mehr.

Um die geplanten Arbeiten umsetzen zu können, muss ein Kredit von 2,7 Millionen Euro aufgenommen werden. Dies sei mit Blick auf die Zinssituationen aber vertretbar. Mehr Schulden wird der Kreis bis Ende 2018 nicht haben, etwas mehr als aufgenommen wird getilgt. Die Kreditbelastung liegt dann bei rund 32,8 Millionen Euro.

Michael Ziche sprach von immer mehr Steuereinnahmen, die Sachsen-Anhalt stärken. Über 200 Millionen mehr als geplant flossen 2017 in die Kassen. Der Altmarkkreis will davon einen Teil abhaben, dies ist aber nicht vorgesehen. Die Ausgaben über das Finanzausgleichsgesetz sind mit bis 2021 für das ganze Bundesland mit 1,6 Milliarden Euro jährlich festgeschrieben.

Michael Ziche fordert in Richtung der Landesregierung, das Gesetz an die Entwicklungen anzupassen. Er nannte zwei Beispiele, für die mehr Geld überwiesen werden sollte: Die Kindertagesstätten und den Straßenbau. Gerade bei der Infrastruktur gebe es einen Investitionsstau. Allein auf Kreisstraßen bezogen müssten landesweit 800 Millionen Euro aufgebracht werden. Der Altmarkkreis bekommt 2018 pro Straßenkilometer 7500 Euro. Das macht 3,9 Millionen Euro.

Von Christian Ziems

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