Anliegern reichts

Kraterlandschaft Gaswerksweg: : Mit Kinderwagen und Rollator durch Pfützen und Matsch

Der Gaswerksweg: Damit müssen die Anlieger Tag für Tag klarkommen. Ab und an schickt die Stadt einen Straßenhobel. Keine Dauerlösung, sagen die Anlieger.
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Der Gaswerksweg: Damit müssen die Anlieger Tag für Tag klarkommen. Ab und an schickt die Stadt einen Straßenhobel. Keine Dauerlösung, sagen die Anlieger.

Salzwedel – Den Anliegern vom Gaswerksweg reicht es. Ihre Straße ist eine matschige Schlaglochpiste, die kaum beleuchtet ist. Ein kleiner Teil der Piste wurde im Zug des Ausbaus der Amerika-Linie und des Baus der neuen B 71 asphaltiert.

Die eigentliche Straße verschwand dadurch. Nun führt die Schlaglochpiste über den sogenannten Grünen weg. Und dort sieht es schlimm aus.

Ab und an kommt der Straßenhobel

Zwar lässt die Stadt den Abschnitt ab und an mit einem Straßenhobel glattschieben. Doch das nutzt wenig, sind sich die Anlieger einig. „Für diese immer wieder anfallenden Kosten hätte man die Straße längst vernünftig machen können“, ist sich Helmut Schneider sicher. Und wird dabei von seinen Nachbarn Silke Möller und Michael Knoke unterstützt.

Die erste Lampe kommt erst nach 100 Meter..

Das Problem beginnt schon an der Einfahrt von der Hoyersburger Straße in die Sackgasse Gaswerksweg: Schlagloch an Schlagloch, mit Wasser gefüllt, Matsch und die erste Straßenlampe leuchtet erst in fast 100 Metern Entfernung.

Das zweite Problem kommt einem direkt entgegen, schildert Helmut Schneider. Wenn es regnet, schießt das Wasser von den zum Weg hin abschüssigen Pflasterflächen des „Jawoll“-Marktes direkt auf die Sandpiste. Das Versickerungsgitter am Ende der Pflasterflächen ist komplett versandet. Auch die großen Sattelzüge, die den Markt beliefern, fahren auf den Gaswerksweg und rangieren von dort aus rückwärts an die Rampe. Dadurch werde die Piste zusätzlich aufgerissen, haben die Anlieger beobachtet. „Aber wenn wir über den Markt statt durch den Schlamm zum Gaswerksweg fahren, wird uns gesagt, dass wir das nicht dürfen“, ärgert sich Helmut Schneider.

Doch weiter auf dem Weg: Die nächste Straßenlampe steht bereits im asphaltierten Abschnitt, an einem kaum so zu nennenden Wendehammer. Allerdings geht diese schon um 20 Uhr aus und erst um 6 Uhr wieder an, hat Silke Möller beobachtet.

„Tatsächlich nicht zufriedenstellend“

Die letzte Straßenlampe steht direkt vor dem letzten Haus der Sackgasse. Das nächste Problem: Während der asphaltierte Abschnitt auch bei miesen Witterungsbedingungen gut zu überfinden ist, wird es dann auf der Schlaglochpiste schwierig. Denn das schwere Gelände müssen schulpflichtige Kinder, Mütter mit Kinderwagen und eine alte Dame mit Rollator überwinden, schimpfen die Anlieger über den Gaswerksweg-Zustand.

Aus dem Rathaus klingt das auf Nachfrage der AZ dann so: „Tatsächlich ist der Gaswerksweg, insbesondere im vorderen Teil von der Hoyersburger Straße ausgehend, in einem nicht zufriedenstellenden Zustand.“ Zugleich wird darauf hingewiesen, dass es sich um einen Weg handele, der als Wohnstraße grundhaft erstmalig als Erschließungsanlage herzustellen sei. „Eine kurzfristige Abhilfe ist mit einer Reparatur – grädern / schieben – des unausgebauten Teils vorgesehen“, teilte Kirsten Schwerin von der Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit / Wirtschaftsförderung mit.

Für die Anlieger ist das keine Lösung, denn so geht es schon jahrelang. Und nun steht wieder die dunkle und nasse Jahreszeit bevor. „Wenn der Boden noch gefroren ist und die Oberfläche taut auf, dann wird es am schlimmsten“, sagt Helmut Schneider.

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