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Kosten um fast 30 Prozent gestiegen: Millionen-Bauprojekt in Salzwedel verzögert sich

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Von: Lydia Zahn

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Das Gebäude an der Hoyersburger Straße sieht momentan nach nicht viel aus. Doch das soll sich in naher Zukunft ändern. Bis Mai 2024 sollen dort zwei Penthouse- und 14 weitere Wohnungen entstehen (siehe Grafik). © Zahn, Lydia

Zwischen 2,5 und 3 Millionen Euro wollte die Elbländische Wohnungsgesellschaft mit Sitz in Lenzen /Elbe in die Renovierung und Erweiterung des Wohn- und Geschäftshauses Hoyersburger Straße 20 in Salzwedel investieren. Fertig werden sollte das Projekt planmäßig im Oktober 2022, also vor knapp zwei Monaten. Doch daraus wurde nichts.

Salzwedel – Wie auf wahrscheinlich fast jeder Baustelle machten sich gestiegene Kosten, Personal- und Materialmangel sowie die Auswirkungen der Pandemie deutlich bemerkbar.

Wie Rudolf Eden, geschäftsführender Gesellschafter, auf Anfrage der Altmark-Zeitung bestätigt, liegen die Arbeiten im Verzug. Anfangs war Ende dieses Jahres geplant, dann Mitte 2023 und nun Mai 2024, erklärt Eden. „Die Baukrise“, die Pandemie und der Ukraine-Krieg seien unkalkulierbare Faktoren gewesen. Wenn aber die Größe und der Umfang des Projektes beachtet würden, sei das immer noch eine gute Zeit für das „nicht kleine Vorhaben“, hebt der Geschäftsführer hervor.

Diese unvorhersehbaren Ereignisse schlagen sich auch auf den Preis nieder. Um fast 30 Prozent seien die Kosten angestiegen, rechnet Eden im AZ-Gespräch vor. Die Investition bewege sich dadurch nun zwischen 2,7 und 3,5 Millionen Euro.

Doch was hat sich bisher an der Hoyersburger Straße getan? Das Gebäude konnte komplett entkernt werden – bis auf den Rohbeton sei alles runter. Mit der Außenanlage sei begonnen worden. Zurzeit ruhen die Arbeiten, die Firmen sind in die Winterpause gegangen. Danach soll es voraussichtlich Ende Januar mit den Maurerarbeiten weitergehen, darauf folgt der Innenausbau, schildert Eden das Vorgehen.

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So soll das Ganze einmal aussehen: Damit das gelingt, investiert die Elbländische Wohnungsgesellschaft zwischen 2,7 und 3,5 Millionen Euro. © Elbländische Wohnungsgesellschaft

Wenn alles fertig ist, soll das Haus 16 Wohnungen beherbergen, mit einem Grundmietansatz von etwa 255 bis 981 Euro inklusive zweier jeweils 142 Quadratmeter großen Penthousewohnungen, hieß es vor knapp einem Jahr gegenüber der AZ. Und auch, dass die Wohnungen mit Flächen von unter 30 bis 142 Quadratmeter in „gehobener Ausstattung“ angeboten werden sollen. Zum Projekt gehöre zudem ein Fahrstuhl, ein Parkplatz auf dem Freigelände, eine E-Ladestation sowie Abstellmöglichkeiten für Fahrräder.

Ein besonderer Punkt bei dem Vorhaben: Das Gebäude soll autark sein, heißt, sich selbst versorgen. Dafür werden eine Photovoltaik-Anlage und eine Wärmepumpe installiert. Von dem daraus resultierenden Strom sollen auch die Mieter profitieren, blickt Eden voraus.

Außerdem verrät der Geschäftsführer, dass die Wohnungen im 3. und 4. Obergeschoss schon an ein an Senioren gerichtetes Unternehmen vermietet seien. Die im Erd- und 1. Obergeschoss seien aber noch frei.

Das Restaurant „China-Haus“ sei von dem Umbau so gut wie nicht betroffen und habe auch weiterhin geöffnet. Es werde höchstens für kurze Zeit geschlossen, wenn die Scheiben für die Terrassentüren eingebaut werden.

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