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Vier statt zwei Millionen Euro: Kosten für Stadion-Sanierung in Salzwedel haben sich fast verdoppelt

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Von: Lydia Zahn

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Überblick über das Werner-Seelenbinder-Stadion in Salzwedel. © Infografik Stadt

„Keine guten Nachrichten“, begann Bürgermeisterin Sabine Blümel, als sie am Montagabend im Bauausschuss darüber informierte, dass sich die Sanierungskosten für das Werner-Seelenbinder-Stadion in Salzwedel fast verdoppeln, die Fördermittelhöhe aber gleich bleibt.

Salzwedel – Konkret und in Zahlen bedeutet das, dass die Sanierung des Stadions nach derzeitigem Stand knapp vier Millionen Euro kosten würde. Geplant hatte die Stadt ursprünglich aber mit rund 2,2 Millionen Euro und einer 90-prozentigen Förderung. Damit hätte sich der Eigenanteil der Hansestadt auf 221 500 Euro belaufen. Doch nur weil die Baukosten gestiegen sind, heißt das nicht, dass das auch für die Förderung gilt. Die bleibt nämlich gleich, heißt, der Eigenanteil der Stadt steigt auf etwa zwei Millionen Euro an.

Günstiger werde es nicht

Blümel führte an, dass es auch keine Option wäre, einzelne Projekte herauszunehmen und weniger zu machen, um Geld zu sparen. Denn die Förderung über das Bundesprogramm „Soziales, Jugend und Kultur“ gilt für das Gesamtkonzept. Wenn also weniger gemacht würde, gebe es auch weniger Mittel. „Und dieses Stadion wird gebraucht“, sagte Blümel entschlossen und hielt fest, dass die Baukosten nicht wieder sinken, sonder eher noch weiter steigen würden.

Um die einzelnen Schritte der geplanten Sanierung zu erläutern, waren Diplom-Ingenieur Bert Schulze und Architektin Christina Niemüller zur Sitzung gekommen. Die Arbeiten am Stadion unterteilen sich in vier Projekte. Erstens der Kunstrasenplatz, der als Platz B auf der Grafik gekennzeichnet ist (910 300 Euro), zweitens das Sozialgebäude (553 400 Euro), drittens der Kampfrichterturm (902 300 Euro) und viertens das „Haus der Vereine“ (rund 1,3 Millionen Euro). Dazu kommen noch 319 100 Euro für Planungen.

Zu jeder Zeit bespielbar

Wie Bert Schulze bei der Präsentation erklärte, könne der Kunstrasenplatz „zu jeder Zeit im Jahr genutzt und ständig bespielt werden, ohne dass Pflegemaßnahmen passieren müssen“. Die geplante Flutlichtanlage soll aus sechs Stahlmasten bestehen, die ihr Licht aus einer Höhe von 16 Metern auf den gesamten Platz strahlen.

Der Sozialtrakt bleibt dem Fußball vorbehalten. Dort sollen hauptsächlich Sanitäranlagen, Umkleiden und die Räume des Vereins Lok Salzwedel ihren Platz finden. Was unbedingt gemacht werden müsse, sei der Dachstuhl, da dieser in einem schlechten Zustand sei. Konzipiert werde dieser so, dass nachträglich noch eine PV-Anlage draufgesetzt werden könnte.

Der Kampfrichterturm soll einen Sozialbereich bekommen, Platz für Schiedsrichter und Umkleiden für die Sportler bieten. Das Ganze soll so barrierefrei wie möglich gehalten werden.

Das „Haus der Vereine“ soll, wie es der Name schon sagt, eben jenen gewidmet werden. Doch zuvor muss dort einiges passieren. „Das Gebäude ist mit Asbest verseucht. Alles, was man nicht haben möchte, ist darin verbaut“, sagte Schulze. Neben der Nutzung für die Vereine soll es auch für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Außerdem ist eine PV-Anlage geplant.

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