Hanseat-Verein pocht auf Miete von der „Aktion Musik“

„Können und wollen nicht verzichten“

Der Mietrückstand der „Aktion Musik“ bringt das gesamte Gefüge „Soziokulturelles Zentrum Hanseat“ in Gefahr. Foto: Meineke

Salzwedel. „Aktion Musik“ kann die Miete im Hanseat nicht bezahlen, der Hauptausschuss versagt den 7650-Euro-Zuschuss – und Hansa-Manager Michael Wolter sagt: „Es muss letztlich eine Konsequenz geben.

“ Der Hanseat-Verein, der das Haus betreibt, „kann und will auf das Geld nicht verzichten“. Seit Februar habe der Verein keine Miete mehr von der „Aktion Musik“ bekommen, die in der zweiten Etage des stadteigenen Klubs zu Hause ist. Auch nach einigen Mahnungen habe sich nichts getan. Eine Kündigung „ist nicht in unserem Interesse“, sagt Wolter, denn das soziokulturelle Zentrum solle weiter so funktionieren wie bisher – mit dem Verein, der „Aktion Musik“ und dem „Offenen Kanal“. Dennoch könne sich Dieter Herker („Aktion Musik“) nicht hinstellen und sagen: „Ich kann nicht bezahlen. “ Wolter: „Er muss zusehen und mit seinem Haushalt klarkommen. “.

Das tue der Hanseat-Verein schließlich auch. Seit dem vergangenen Jahr muss er mit 10 000 Euro weniger auskommen, weil die Stadt in der Konsolidierung ist. „Wir haben unseren Haushalt angepasst, nur noch einen Azubi statt drei Lehrlingen, veranstalten kein Hofspektakel mehr“, listet Wolter auf. Zoff wolle man nicht, aber auf den Mietvertrag werde man pochen. Denn: „Wer nach Europa will, muss zuhause seine Miete zahlen“, spielt der Hansa-Manager auf das Kind der „Aktion Musik“, den Nachwuchsbandwettbewerb „Local Heroes“, an. Wie berichtet, verschlingt dieses Mammut-Projekt jährlich 82 000 Euro. Neben dem Land, der Stadt Magdeburg, dem Kreis und diversen Stiftungen hat der städtische Hauptausschuss 3000 Euro zugesagt. Das „Local-Heroes“-Bundesfinale geht am 3. November in Salzwedel über die Bühne.

Von Ulrike Meineke

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