Königin mit ganzem Herzen für Salzwedel

Die 21-jährige Salzwedelerin ist mit ganzem Herzen Baumkuchenkönigin. Doch auch mit Volkstanz wirbt die aktive Hanseatin für ihre Heimatstadt. Foto: Benecke

Salzwedel. Der Sachsen-Anhalt-Tag in Gardelegen (24. bis 26. Juni), das größte Volks- und Heimatfest des Bundeslandes, wirft seine Schatten voraus. Auch Saskia-Maria Franz ist mit dabei. Für Salzwedels Baumkuchenkönigin ist das Fest des Landes Stress pur. Denn die 21-Jährige hat nicht nur rein repräsentative Aufgaben als Botschafterin des Salzwedeler Edelgebäcks.

Saskia-Maria Franz wird außerdem mit der Tanzgruppe „Fitschebeen“ auf der Bühne stehen. Und damit nicht genug: Auch mit der Tanzschule ihres Vaters Thomas-Ansgar Müller zeigt die Königin ihr Können. Sie betreut dort die Drei- bis Sechsjährigen, unterrichtet auch Kindertanz, Ballett, Standard- und lateinamerikanische Tänze.

Mit allen drei Nebenjobs – Königin, Tänzerin und Tanzlehrerin – ist die gebürtige Salzwedelerin an den Wochenenden ausgelastet. Denn ansonsten studiert sie in Flensburg Erziehungswissenschaften mit den Schwerpunkten Erwachsenen- und Gesundheitsbildung. Noch ein Jahr lang muss sie dort die Uni-Bank drücken, dann folgen Praktikum und Referendariat.

„Ich würde schon ein Stück Heimat vermissen, wenn ich nicht jedes Wochenende nach Hause fahren würde“, sagt die 21-Jährige. Freunde, Familie, soziale Bindungen – das alles hat sie in ihrer Heimat. Dorthin will Saskia-Maria Franz nach ihrer Ausbildung auch zurück. Aus Heimatverbundenheit. So kam sie auch zu ihrem königlichen Amt, das sie sozusagen von der Pike auf gelernt hat.

2005 war sie zum ersten Mal als Baumkuchenmädchen für die Hansestadt unterwegs. Und zwar beim Sachsen-Anhalt-Tag in Magdeburg. Damals war ihre Freundin Sandra Friedrich Baumkuchenkönigin und bat sie, ihr als Baumkuchenmädchen zu assistieren. „Mit 18 wollte ich dann kein Mädchen mehr sein“, schmunzelte die symphatische Hansestädterin. Brauchte sie auch nicht: Sie wurde gekrönt.

Von Holger Benecke

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