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PVGS-Rufbus-Nachfrage um bis zu 50 Prozent gestiegen

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Von: Lydia Zahn

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Busse
Die PVGS hat seit dem 1. Juni 1130 Neun-Euro-Tickets verkauft. © Heymann, Jens

Die PVGS hat bisher rund 1500 Stück des 9-Euro-Tickets verkauft. Eine höhere Nachfrage ist seit Anfang Juni vor allem bei den Rufbussen zu verzeichnen – 15 bis 50 Prozent. Zu überfüllten Bussen komme es aber nicht. 

Salzwedel – 350 Stück des neuen 9-Euro-Tickets hatte die PVGS (Personenverkehrsgesellschaft) schon vor dessen Beginn verkauft. Seit dem Start am 1. Juni wurden noch einmal weitere 1130 Stück an den Mann oder die Frau gebracht, verriet nun PVGS-Geschäftsführer Ronald Lehnecke auf AZ-Nachfrage. Das Sparticket scheint sich großer Beliebtheit zu erfreuen. Kein Wunder, denn für neun Euro kann der öffentliche Nahverkehr in ganz Deutschland genutzt werden.

Ersparnis von bis zu 237,40 Euro im Monat

Das Ticket ist aber nicht nur für Gelegenheitsfahrer ein attraktives Angebot, um von A nach B zu kommen. Vor allem Pendler können dabei richtig sparen. Ein Monatsticket bei der PVGS gibt es ab 56 bis zu 246,40 Euro, je nach Strecke. Somit ist eine Ersparnis von 47 bis 237,40 Euro möglich, zumindest für den Kunden. „Je nachdem, wie man es sieht. Das ist Geld, das man spart oder der Betrieb eben nicht bekommt“, verdeutlichte Lehnecke die zwei Seiten der Medaille.

Es gebe über das Regionalisierungsgesetz zwar ausgleichende Mittel von Bund und Land, doch der PVGS-Chef glaubt nicht, dass das genügen wird. Das zeige sich laut Lehnecke frühestens nach den drei Monaten, die das Ticket gilt, beziehungsweise im nächsten Jahr, wenn die Abrechnung erfolgt. „Ich denke nicht, dass die Vorauszahlungen reichen. Die Kosten sind ja schließlich auch gestiegen, die so nicht eingeplant waren. Die Spritpreise haben uns genauso überrascht wie jeden anderen auch“, verdeutlichte er.

Die gestiegene Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs sorgte jüngst vor allem bei der Deutschen Bahn für überfüllte Züge – unter anderem auch in Stendal (AZ berichtete). Das hatte zur Folge, dass Passagiere gebeten wurden, den Zug zu verlassen.

Bei der PVGS sei es zu einem solchen Fall aber noch nicht gekommen. „Abgewiesen worden ist in diesem Zusammenhang keiner“, versicherte Lehnecke. Volle Busse habe es aber schon gegeben. „Leichte Probleme hatten wir den Freitag vor Pfingsten“, gestand er. Vor allem die Busse der Linie 100 seien ausgelastet, aber noch nicht überfüllt gewesen.

Vorrangig Rollstühle und Kinderwagen

Einen Anstieg der Nachfrage sei besonders bei den Rufbussen zu spüren – 15 bis 50 Prozent, je nach Verbindung. „Es kann passieren, dass auch mal kein Fahrrad mitgenommen werden kann. Rollstühle und Kinderwagen haben dann Vorrang“, erklärte der PVGS-Chef. Zusätzliche Fahrten würden aber nicht angeboten. Zum einen, weil der Fahrplan für dieses Jahr genehmigt wurde. Und zum anderen sei es nicht planbar, wann und wo mehr Personal und Busse gebraucht würden. „Ich kann das im Nachhinein auswerten, aber nicht vorhersehen“, so Lehnecke.

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