Prüfstand: Geburtshilfe und Frauenheilkunde

Über zwei Millionen Euro Miese: Klinikum in den roten Zahlen

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Das Krankenhaus Salzwedel gehört zum Altmark-Klinikum. Straßensperrungen haben dazu geführt, dass die Anzahl der Patienten aus dem Wendland in den vergangenen Monaten zurückgegangen ist.

Altmarkkreis. Das Altmarkklinikum konnte mit seinen Krankenhäusern in Salzwedel und Gardelegen 2014 nicht kostendeckend arbeiten. „Der Fehlbetrag beträgt über zwei Millionen Euro. Dies lässt sich zum Beispiel über vorhandene Rücklagen auffangen.

Aber natürlich sollte das nicht noch einmal passieren“, unterstrich Salzwedels Landrat Michael Ziche gestern in einem Pressegespräch. Konsequenz: Vorhandene Strukturen werden überprüft und angepasst. Dies betrifft unter anderem die Frauenheilkunde und die Geburtshilfe. In diesen Bereichen wird auch wegen des demografischen Wandels in Zukunft mit einem massiven Rückgang gerechnet. Die Frage, ob Abteilungen in Gardelegen oder Salzwedel in Gefahr seien, könne bisher allerdings noch nicht beantwortet werden.

Der Aufsichtsrat wird sich mit allen Möglichkeiten im Rahmen der Strategieplanung 2020 beschäftigen. Dazu gehört auch das Betreibermodell. Der bestehende Managementvertrag zwischen der Altmark-Klinikum GmbH und der Paul-Gerhardt-Diakonie läuft 2016 aus. Es wird dann eine Ausschreibung geben. „Die kommunale Trägerschaft soll erhalten bleiben“, schloss Michael Ziche einen Verkauf aus: „Wir wollen als Altmarkkreis weiterhin ein Mitspracherecht haben.“ Der Landrat äußerte sich gestern auch zu den Gründen für die finanziellen Probleme und Chancen, die zum Beispiel die Medizin für das hohe Alter, der Bereich Haus- und Fachärzte sowie die Pflege in Zukunft mit sich bringen.

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