„Weihnachten im Schuhkarton“-Aktion läuft an / Abgabe bis 15. November

Mit Kleinem Großes bewirken

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Bei Familie Bieber in Ellenberg laufen auch dieses Jahr die Fäden in der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ zusammen. Die Biebers zeigen, wie ein Musterpaket gepackt wird. Stofftiere, Fotos, harte Bonbons und Schokolade ohne Nüsse sind gefragt

Ellenberg/Altmark. Bereits zum 15. Mal organisiert Familie Bieber aus Ellenberg die Geschenkaktion „Weihnachten im Schuhkarton“. Bis zum 15. November können Schuhkartons für notleidende Kinder abgegeben werden.

„Kinderaugen zum Leuchten zu bringen und den Kindern zu zeigen: Es gibt Menschen, die denken an dich, das ist uns und den vielen Päckchenpackern wichtig“, betont Sylvia Bieber. Gleichzeitig schärfe die Aktion ein Bewusstsein für die Not anderer Menschen. „Das waren unsere Motive, im Jahr 2001 diese Aktion auch im Altmarkkreis Salzwedel zu starten. Wir freuen uns, dass so viele Kinder und Erwachsene aus der Altmark sich jedes Jahr beteiligen“, so die Initiatoren. Viele Schulen und Kindergärten sind auch dieses Jahr wieder dabei. Und es gibt Frauen, die stricken bereits im Sommer Handschuhe und Mützen, damit diese zu Weihnachten in einem Geschenkpaket auf Reise gehen können.

Grundsätzlich werden bei der Aktion Schuhkartons entsprechend dem Alter und Geschlecht von Kindern gepackt. Schulsachen, Hygieneartikel, neue Kleidung, Süßes und natürlich ein Kuscheltier, darüber freuen sich die Kinder am meisten. Die Päckchen werden dann in den Ländern von Helfern der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ und mit einheimischen kommunalen oder kirchlichen Einrichtungen an die bedürftigen Kinder verteilt. Das kann in Kinderheimen, aber auch bei armen Familien in einem Dorf sein. „Doch es gibt zum Teil strenge Zollbestimmugen in den einzelnen Ländern. Daher dürfen keine gelier- oder nußhaltigen Lebensmittel eingepackt werden“, betont Bieber. Wichtig ist, dass das Paket nicht zugeklebt, sondern nur mit einem Gummiband verschlossen wird.

Im vergangenen Jahr sind die Päckchen aus der Altmark nach Georgien, Polen, Palästina und Weißrussland gegangen. „Dort ist die Armut zum Teil immer noch sehr groß, vor allem auf den Dörfern. Wohin die Päckchen dieses Jahr gebracht werden, entscheidet sich erst beim Verladen in den Zentrallagern“, so Jörg und Sylvia Bieber.

Von Kai Zuber

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