Kinder bauen Wasserkraftwerk und Solaranlagen

Kleine Tüftler lernen fürs Leben

Wird die LED am Ende leuchten? Lucas Wiegand weiß mit der Polarität bescheid: Rot bedeutet plus, schwarz minus. Fotos (2): Meineke

Salzwedel. Lernen in den Ferien? Ja – spielerisch.

Mit Energieberater Ralf Kalisch haben Lucas Wiegand (8), Sebastian Trittel (9), Kristina (10) und Nadine Arnt (8) sowie Anette Schönberg (8) und Evi Wolf (9) im Jugendtreff an der Sonnenstraße Kartoffeluhren, Solaranlagen und Windgeneratoren gebaut. In dieser Woche wurde mit Wasserkraft Strom erzeugt, in ein paar Tagen geht es an die Biogasanlagen.

„Das macht Spaß und ist cool“, sagen die Kinder um Betreuerin Jana Kreft, während Ralf Kalisch aus seiner Bausatzkiste Wasserräder, Kabel, Anschlusssets, Generatoren und LEDs verteilt. Letztere sollen am Ende leuchten. „Hinlegen, nicht rumfummeln“, sagt der Energieexperte energisch. Die Kinder kennen seinen Humor. Und Kalisch kennt die Kinder: „Nicht auseinanderbauen!“ Und „die Kabel nicht so ziehen, sie sollen noch länger halten.“ Einmal nicht hingesehen – da hätten Anette und Kristina beinahe einen Kurzschluss verursacht ...

Quasi nebenbei erfahren die Acht- bis Zehnjährigen, dass ein Generator nicht mit einem Motor zu verwechseln ist: Letzterer treibt nämlich etwas an, der Generator wird angetrieben. Wovon? Na von Wasserkraft!

Die Kinder sind konzentriert. Bei der Polarität kommen sie ins Grübeln: Lang ist plus und kurz minus? Das rote Kabel ist plus und schwarz minus? Sie wollen keinen Fehler machen, schließlich sollen die kleinen Lampen am Ende blau, grün, gelb und orange leuchten.

Mit dem Wasserrad, im Generator steckend, machte sich die aufgeweckte Meute dann auf zum Wasserhahn: Und als das feuchte Element die kleinen Lampen tatsächlich zum Leuchten brachte, leuchteten auch die Augen der Kinder. Nicht zu vergessen: Sie hatten etwas gelernt, das ihnen auch später hilfreich sein könnte.

Von Ulrike Meineke

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