„Die Klimakrise betrifft uns alle“

Klein und Groß gingen für den Klimaschutz auf die Straße

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Sechs Jungs aus der Klasse 7a des Salzwedeler Jahn-Gymnasiums wollen auf die Klimakrise und die Folgen für kommende Generationen aufmerksam machen.
  • VonLydia Zahn
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Für den Klimaschutz wurde gestern auf dem Salzwedeler Rathausturmplatz demonstriert. Auch die jüngsten beteiligten sich und standen für ihre Forderungen ein. Mit Plakaten und Reden bekräftigten sie diese.

Salzwedel – Die Bürgerinitiative „Saubere Umwelt und Energie Altmark“ hatte zu einem Klimastreik auf dem Rathausturmplatz aufgefordert. Geplant war gestern, nach einigen Reden gemeinsam durch die Stadt zu ziehen und für den Klimaschutz zu demonstrieren. Doch diesem Vorhaben wurde ein Strich durch die Rechnung gemacht. Organisator Karl Heinz Friedrichs erklärte: „Wir werden nicht durch Salzwedel ziehen. Das lohnt sich nicht mit 20 Leuten, wir sind zu wenig.“ Friedrichs hatte mit über hundert Teilnehmern gerechnet, gekommen war aber nur ein Bruchteil.

Das sollte die Stimmung und den Ansporn der Anwesenden aber nicht trüben. Umso intensiver wurden Ansprachen gehalten, und auch die Kleineren fanden eindeutige Worte. „Ich denke, dass es wichtig ist, dass eine andere Partei an die Macht kommt. Die CDU und SPD haben in den letzten 16 Jahren nichts zum Klimaschutz hinbekommen“, erklärt Ludgar Seifert (12) seine Ansicht. Auch sein Klassenkamerad Elis Jordan (12) ist sich sicher, dass etwas getan werden muss: „Mein Vater sagt immer zu mir: ,Wir lernen für eine gute Zukunft, aber wir brauchen nicht lernen, wenn wir keine Zukunft mehr haben.‘ Und damit hat er recht.“

Mit Schildern, auf denen stand: „Die Erde und Arten sterben. Wer denkt an unsere Kinder?“ oder „Wald für das Klima“, sollten die Forderungen der Demonstranten bekräftigt werden.

Andrea Berger trat nach vorne ans Mikrofon und betonte in ihrer Rede: „Wir sind hier für die Umwelt. Die Klimakrise betrifft uns alle, auch hier in der Altmark. Seit 15 Jahren haben wir auch hier ein massives Artensterben. Die Landwirtschaft, die Naturschutzgebiete zerstört. Ich gehe auf die Straße, damit dieses Thema auch Lokalpolitiker und die Stadt Salzwedel selbst erreicht. Denn wir haben eine Verantwortung und nur noch ein kleines Zeitfenster, um etwas zu ändern. Auch für unsere Kinder.“

Karl Heinz Friedrichs organisierte den Streik.

Anlässlich der Bundestagswahl am morgigen Sonntag war es ihnen ein Bedürfnis, für eine stärkere Klimapolitik einzustehen. Was Karl Heinz Friedrichs in seiner Ansprache noch einmal hervorhob: „Wir wollen den Politikern die richtige Richtung zeigen. Die SPD, die CDU und auch unsere Grünen haben nicht genug in ihren Wahlprogrammen für den Klimaschutz.“

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