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Kernkraft zu Grabe getragen

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Die Anti-Atom-Karawane stoppte am geplanten CO2-Endlager in Maxdorf, um auch gegen diese Risikotechnologie zu protestieren.

Kaulitz / Maxdorf / Salzwedel - Von Holger Benecke . Die Anti-Atom-Karawane zog am Sonnabend durch die Altmark. Start war in Kaulitz. Der lange Treck zog von dort über Schernikau, Kassuhn, Fleetmark, Zierau, Jeggeleben, Sallenthin, Baars, Saalfeld und Maxdorf bis nach Salzwedel. Rund 150 Teilnehmer waren mit 28 Autos – vom Pkw bis zum Bus – sowie sechs Motorrädern unterwegs.

Die Strecke war bewusst gewählt. So legten die Atomkraft-Gegner an der geplanten CO2-Versuchsstation in Maxdorf einen Halt ein. Zur Erinnerung: Die CO2-Gegner hatten an diesem Wochenende ihr Bundestreffen in Salzwedel. Somit lenkten auch die Anti-Kernkraft-Aktivisten den Blick auf die ebenso große Gefahr der unausgegorenen Kohlendioxid-Verpressung.

In Maxdorf ergriff dann Wienhold Weber das Wort. Der ehemalige Erdgas-Kumpel, der seit Jahren um die Anerkennung seiner Quecksilber-Schädigung als Berufskrankheit kämpft, machte noch einmal auf die Gefahren der früheren Ergdasförderung aufmerksam und erklärte der CO2-Verpressung eine klare Absage.

Danach zog die Anti-Atom-Karawane weiter nach Salzwedel. In der Kreisstadt gab es zunächst einen Zwischenstopp an der Altmark-Passage, bevor das Ziel, die Eon-Avacon-Niederlassung am Bahnhof, angesteuert wurde. Dort legten die Aktivisten einen Kranz nieder. Damit wollten sie symbolisch die Atomindustrie und die CCS-Technologie beerdigen.

Auch an dieser Stelle traten die CO2-Aktivisten mit den Kernkraft-Gegnern gemeinsam auf. Lothar Lehmann von der BI „Kein CO2-Endlager Altmark“ beschwor noch einmal die Gefahren. „Nehmen wir unsere Energiezukunft in die eigenen Hände mit Bürgerenergieanlagen. Begleiten wir den Atomausstieg weiterhin kritisch. Führen wir unsere Kräfte zusammen, damit es nicht zur Einführung einer neuen verheerenden Risikotechnologie kommen kann“, so Lehmann.

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