Salzwedeler CJD feierte Jubiläum mit Regionalgottesdienst / Steiniger Beginn nach der Wende

Keine Skandale in 20 Jahren

Diakon Joachim Thurn (v.l., linkes Bild) und die beiden Pfarrer Dr. Matthias Friske sowie Stephan Hoenen animierten die Gäste im Speisesaal des CJD am Gerstedter Weg 23 zum Mitmachen. Während die Geistlichen sogar Luftsprünge machten, schnippten, klatschten und stampften die übrigen Anwesenden. Fotos (3): Heymann

Salzwedel. Mit einem regionalen Gottesdienst haben die evangelischen Gemeinden Salzwedels den 20. Geburtstag des CJD (Christliches Jugenddorfwerk) gefeiert.

Die Einrichtung, die sich um behinderte Menschen kümmert, sei ein großer Arbeit- und Chancengeber, betonte Pfarrerin Cordelia Hoenen. Auf den Fluren treffe sie fröhliche Menschen an.

Barbara Quast, Leiterin des CJD, blickte auf die 20-jährige Geschichte (siehe Infokasten) und vor allem die Probleme zu Beginn zurück. Im Januar 1992 hatte es mit zwölf Mitarbeitern, die 32 Personen betreuten, begonnen. Mittlerweile ist das CJD Salzwedel an 13 Standorten aktiv, in denen 219 Behinderte wohnen und arbeiten, so beispielsweise in einer Großküche, im Gartenbau, in einer Montage und in einer Wäscherei.

Heiterkeit verbreitete sich unter den Gästen, darunter Oberbürgermeisterin Sabine Danicke, Landtagsabgeordneter Jürgen Stadelmann sowie Alt-Landrat Egon Sommerfeld nebst Gattin, als die langjährigen Mitarbeiter Henrik Thunecke, Dagmar Pohl, Iris Offhaus, Petra Micheel und Dirk Nimtz einen Sketch zum 20-jährigen Bestehen des CJD aufführten. Thunecke spielte einen Klatschreporter, der die große Sensation witterte und alles über mögliche Skandale wissen wollte. Darüber zeigten sich die Damen sichtlich empört.

Nach dem Gottesdienst blieb den Gästen Zeit, bei Kaffee und Kuchen noch ein wenig mitein-ander zu plaudern.

Von Jens Heymann

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