Touristen halten Hanse-Kogge für Bretterwand

Kein Geld, um Kunstwerk vollenden zu können

Touristen halten das Kunstwerk für eine beschmierte Bretterwand: Kein Wunder, der Kogge fehlen Maste und Segel.

hob Salzwedel. Der Hansekogge neben dem „Hanseat“ fehlen noch immer die Segel. Ein Grund dafür, warum sich viele Touristen über die Bretterwand wundern. Diese ist eigentlich ein Kunstwerk, das die Baulücke an der Altperverstraße schließt.

Der Salzwedeler Architekt Hartmut Rompel hatte 2006 den Wettbewerb zur Gestaltung des Freiraumes begonnen. Er konnte sich mit der Kogge durchsetzen. Diese wurde mit insgesamt 120 Europaletten im Jahr 2009 – drei Jahre nach Ende des Wettbewerbs – dann endlich gebaut. Spender und Sponsoren beteiligten sich an der Aktion, sodass eine Summe von rund 12 000 Euro lediglich auf die Materialkosten entfiel.

„Ein wenig Geld ist noch da“, sagt Ines Kahrens vom Bauamt der Stadt. Unter ihrer Regie lief die Baulücken-Aktion. Nur: Die wenigen Euros reichen nicht mehr für die Segel der Kogge, mit denen das Kunstwerk vollendet werden kann. Und erst mit den Masten und Segeln – wie es der Rompel-Plan vorseiht – ist die Palettenwand auch als Hanse-Kogge zu erkennen.

Der positive Nebeneffekt der mit den Segeln erzielt werden sollte: Auf den Tüchern sollte wechselnde Werbung für Veranstaltungen im Soziokulturellen Zentrum „Hanseat“ gemacht werden. Ähnlich wie es mit den Bannern über die Altperverstraße bei Aktionen in der nahen Industrie- und Handeslkammer (IHK) geschieht. Nun, fast sechs Jahre nach Ende des Lücken-Wettbewerbs und drei Jahre nach dem Paletten-Aufbau hat sich immer noch nichts getan. Nur eine symbolische Wasserlinie wurde auf die Kogge gemalt. Ines Kahrens hofft auf private Spenden, um das Kunstwerk vollenden zu können.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare