Vierbeiner gehören nicht unter den Tannenbaum

Katze und Hund haben Wünsche: Adventsnachmittag im Hoyersburger Tierheim

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Die verspielte Katze Heidi kletterte bis zu den Sternen, um auf Augenhöhe des Menschen zu sein. Den Gästen des Adventsnachmittages im Hoyersburger Tierheim waren alle Türen und Pforten geöffnet und bekamen so einen guten Einblick in die Einrichtung. Mit der gestriegen Veranstaltung sollte mehr Transparenz gezeigt werden.

Hoyersburg. Der Tierheimleiterin Nancy Schulz hing die Lichterkette nicht perfekt genug. So kletterte sie auf eine Leiter und richtete das kleine Fauxpas in der Luft. Seit Langem wieder veranstaltete das Tierheim Hoyersburg gestern einen Adventsnachmittag.

Warum es in den Vorjahren nie angegangen wurde, konnte Schulz sich nicht erklären, die erst seit drei Jahren das Hoyersburger Tierheim leitet. In diesem Jahr sollte sich dies ändern. „Seit September planten wir den Adventsnachmittag“, erklärte die Tierheimleiterin. „Mit dieser Aktion wollen wir unsere Einrichtung mehr transparenter gestalten und den Gästen die Tiere näherbringen. “.

Auch die Hunde und Katzen merken, dass etwas anders ist im Dezember. Der Mensch zeigt über die Feiertage eine andere Ausstrahlung gegenüber den Vierbeinern. „Die Tiere bekommen vieles mit. Sie merken, dass wir schmusiger sind und verhalten sich dann auch dem entsprechend“, sagte Schulz. Doch leider gibt es von der Liebe zu den Hunden und Katzen eine zweite Seite der Medaille.

Der Jack-Russel-Terrier, genannt Jack, wünscht sich einen neuen Pullover, verriet die Tierheimleiterin Nancy Schulz. 

Schnell können sie unter einem Tannenbaum zum Heiligabend als Geschenk landen. Die damit verbundene Arbeit wird des Öfteren nicht beachtet. So kann es passieren, dass der eigentliche Freund des Menschen wieder im Tierheim abgegeben oder noch Schlimmer, irgendwo auf der Straße und im Wald abgesetzt wird. Für die Hoyersburger Tierheimleiterin eine unschöne Vorstellung. Diese ist aber zu den Feiertagen teilweise real. „Ab dem 20. Dezember bis zum 2. Januar haben wir eine Vermittlungssperre eingerichtet“, schilderte Nancy Schulz. „Wenn sich wirklich ein Liebhaber für einen Hund oder einer Katze als auch Kater interessiert, dann wird er diese Sperre abwarten.“ Zwischen den Feiertag sei es öfters vorgekommen, dass Schulz und ihr Team Weisen aufnehmen mussten.

Zurück zum Adventsnachmittag: Es gibt eine weitere Besonderheit. „Unsere felligen Bewohner haben sogar einen Wunschbaum, der im ‚Fressnapf“ steht‘, erklärte Schulze. „An dem hängen kleine Schildchen mit einem Bild der Tiere und dazu der Wunsch.“ Der Jack-Russel-Terrier, witzigerweise Jack genannt, braucht einen neuen Pullover. Sein Alter ist nicht mehr so schön. Zudem besitzt der Hund im Winter nur ein dünnes Fell und friert schnell.

Von Paul W. Hiersche

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