Kommunalpolitiker wollen ein sauberes Salzwedel und gehen in die Offensive

Kampf den Schmierereien in Salzwedel

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Schmiererien sind in Salzwedel keine Seltenheit. Nun gibt es mit Blick auf die Erfolge von Weimar eine neue Iniative.

Salzwedel. „Alle bisherigen Bemühungen den Schmierereien in unserer schönen Stadt Herr zu werden, waren nur wenig erfolgreich“, lautet das nüchterne Urteil der gemeinsamen Stadtratsfraktion SPD und „für Salzwedel“.

Dies wollen die Kommunalpolitiker nicht hinnehmen und stellen den Antrag, eine Arbeitsgruppe zu gründen. Diese soll sich an derStadt Weimar orientieren. Dort gibt es eine so genannte „Graffiti-Offensive“. Dabei kommt auch die Polizei ins Spiel, die in dieser Stadt individuelle Gefahrenprognosen für bekannte Täter anfertigt. Diese werden der Stadtverwaltung übergeben, die dann ein so genanntes Mitführverbot ausstellen kann. Dies gilt in diesem Fall für Utensilien, mit denen Schmierereien verursacht werden. Verstärkte Kontrollen von Polizei und Ordnungsamt bilden einen weiteren Teil des Konzeptes.

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Die Salzwedeler Fraktion möchte die Offensive nicht ein zu eins übernehmen, sondern für die Hansestadt sinnvolle Aspekte herausgreifen. Das soll während des nächsten Marketingausschusses am Montag, 8. September, besprochen werden. Stadträtin Susann Meinecke von „für Salzwedel“ nannte gestern im Gespräch mit der Altmark-Zeitung das wichtigste Ziel der Fraktion: „Es ist doch besser so zu agieren, dass es erst gar nicht zu Problemen kommt. Wichtig ist, dann auch durchzugreifen. So wie es Weimar gemacht hat.“

Versuche der Stadt, die Sauberkeit zu verbessern gibt es. Dazu gehört finanzielle Unterstützung beim Beseitigen. Dies greift aber erst, wenn es schon zu einer Straftat gekommen ist. Genau das möchte auch Norbert Hundt (SPD) mit der neuen Offensive so weit wie möglich vermeiden. Der Stadtrat soll sich damit beschäftigen.

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