Kampf gegen den Zahn der Zeit

Kloster Dambeck: Arbeiten an der Kirche gehen wohl erst 2020 weiter

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Jens Bauer ist Prior im Kloster Dambeck. Im Hintergrund ein Gerüst an der Klosterkirche.

Amt Dambeck – Es sind nur noch fünf Jahre, dann feiert das Kloster Dambeck sein 800-jähriges Bestehen. Bis dahin sollen die größten Einsturzbereiche saniert sein, sagte gestern dessen Prior, Jens Bauer. Das sei sein größter Wunsch.

Der Erhalt der Anlage ist in der Vergangenheit mit viel Bürokratie und Durchhaltewillen verbunden gewesen.

In zwei Jahren Arbeit haben die Klosterbewohner die eine Seite des Kirchendaches erneuert.

Zwei Jahre hätten sie zu zweit am Dach der Klosterkirche gearbeitet, so der Prior. Nun stünde eigentlich die andere Seite an, doch nach einem Gespräch mit dem Architekten vor wenigen Tagen sei klar, dass es dieses Jahr wohl nichts mehr werde, so Bauer.

Dort oben, wo mancher schon mit Höhenangst zu kämpfen hat, müssen verfaulte Teile der dicken Eichensparren erneuert werden. Damit das Dach nicht nach unten und gleichzeitig das Gesims der Kirche nach außen drückt.

An anderen Stellen ist einiges passiert. Die Apsis ist gemeinsam mit dem Turm im vergangenen Jahr saniert worden. Auch die Fenstergläser sind neu. Wobei die Öffnung über der Eingangstür verschwinden soll. Diese sei nicht original, sagt Jens Bauer und verweist auf sichtbare Stemmarbeiten am Stein.

Obwohl der Prior viel über die Geschichte der fast 800-jährigen Anlage weiß, gebe es eine Sache, in der er noch nicht Bescheid wisse. Und zwar, wie die Kranken im Mittelalter gebetet wurden. Dies geschah auch im Kloster. Die Einrichtung würde der Mönch nämlich gerne beispielhaft nachbauen.

VON JENS HEYMANN

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