Ansteckende Sex-Krankheiten: Bundeszentrale will die Hansestädter aufklären

Kampagne in Salzwedel: „Brennt’s im Schritt?“

+

Salzwedel – Was für ein Hingucker – wer in Salzwedel von der Braunschweiger Straße kommend in Richtung Brückenstraße abbiegt, staunt nicht schlecht, denn linker Hand ist ein riesiges Werbetransparent aufgestellt.

Dessen Botschaft hat es in sich: „Juckt’s im Schritt? Lass dich auf sexuell übertragbare Infektionen testen.“

Hintergrund: Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) will alle Hansestädter hinsichtlich der Gefahren des Intimverkehrs aufmerksam machen. Die Motive der aktuellen „Liebesleben-Kampagne“ versetzen die Betrachter dabei über verschiedene kurze Fragen gedanklich in Situationen, die bei der Prävention von HIV und ähnlichen Krankheiten eine Rolle spielen können. So zum Beispiel bei „Bettgeschichte?“ oder „Heiße Nacht?“, die beide zur Kondomnutzung motivieren, oder das Motiv „Juckt’s im Schritt?“, das auf ein mögliches Symptom einer ansteckenden Krankheit aufmerksam macht und dazu motiviert, sich bei Verdacht auf eine sexuell übertragbare Infektion testen zu lassen.

Laut BzgA sind HIV-Infektionen in den vergangenen Jahren in Deutschland leicht zurückgegangen: So haben sich im Jahr 2017 nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts etwa 2700 Menschen mit HIV neu infiziert. Das ist ein Rückgang um etwa 200 Infektionen im Vergleich zum Vorjahr. Dagegen stiegen die Zahlen bei anderen sexuell übertragbaren Infektionen an – sowohl in Deutschland, als auch weltweit. Laut Studie haben sich von 40 Prozent der Menschen mit mehreren Sexualpartnern und einer vermuteten Ansteckung nur etwa 58 Prozent ärztlich untersuchen lassen. zu

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare