Kommentar zum heutigen Spiel der Deutschen Mannschaft gegen Schweden bei der WM in Russland

Jungs, enttäuscht uns heute nicht

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(Symbolbild)

Da sind wir heute alle gespannt, was unsere Nationalelf gegen Schweden zu Wege bringt. Das Fußball-Fieber von vor einer Woche ist deutlich gesunken, die Euphorie wich ziemlich schnell der Ernüchterung. Unsere Fußballer bekommen so viel Geld, da kann man auch eine vernünftige Leistung erwarten. Und da ist so ein Patzer wie gegen Mexiko schon nicht zu entschuldigen.

Es ist gar nicht nur die spielerische Leistung, das Abschneiden bei der WM, was Deutschland bewegt. Die letzte Weltmeisterschaft hat eine Euphorie ausgelöst und selbst diejenigen, die nicht sonderlich fußball-affin sind, begeisterte. Es ist ein gewisser Nationalstolz gewachsen, ohne dass dieses Wort negativ besetzt war.

Damit tun wir Deutschen uns ja ohnehin schwer, dabei würde uns ein gesundes Nationalbewusstsein gut zu Gesicht stehen. Aber die Verbindung zu Nazi-Deutschland ist allgegenwärtig und da ist man eben vorsichtig mit Äußerungen wie „Nationalstolz“. Aber warum sollten wir nicht stolz auf unsere Nationalmannschaft sein. Sie sind (noch) Weltmeister. Deutschland ist (noch) Weltmeister!

Wenn Löws Team heute verliert, verabschiedet sich Deutschland aus der WM. Ein Spiel gibt es dann zwar noch am Mittwoch gegen Südkorea, aber das wäre dann nur noch eine Pflichtkür. Wir wären raus.

Eine ganze Nation würde trauern, wäre vielleicht sogar wütend auf unsere hochbezahlten Profis, wenn sie gegen Schweden genauso wenig zu Wege bringen wie gegen Mexiko. Wir dürfen erwarten, dass sie uns nicht enttäuschen und den deutschen Ball im Spiel halten. Wir dürfen erwarten, dass sie ein Land wieder in die Euphorie versetzen, die 2014 so schön war. Deutschland, eine Fußballnation mit Nationalstolz.

Jungs, enttäuscht uns nicht! Einmal fiebern wir noch mit euch. Wenn ihr versagt, verliert ihr nicht nur viele Fans, sondern seid auch schuld daran, dass Fußball-Deutschland nicht mehr Fußball-Deutschland mit gesundem Nationstolz wäre.

Von Ulrike Meineke

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