Das Geheimnis des braunen Goldes

Junge Salzwedeler lernen alles rund um die Kakaobohne und Nachhaltigkeit

Eine kleine Kostprobe: Junge Salzwedeler stellen unter Anleitung süße Schokolade her.
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Eine kleine Kostprobe: Junge Salzwedeler stellen unter Anleitung süße Schokolade her.

Salzwedel – Willy Wonka von der Schokoladenfabrik wäre bestimmt stolz gewesen auf einige Salzwedeler Kinder, denn diese erlernten alle Geheimnisse rund um die braune Süßigkeit bei einem Workshop in der Jugendkirche.

Neben einem spannenden Quiz durften die Mädchen und Jungen auch handwerklich aktiv werden. Organisiert wurde der Workshop „Kakao, globale Gerechtigkeit und fairer Handel“ von Ulrike Bürger und Corinna Felkl vom Freundeskreis Ökodorf aus Beetzendorf.

Gelungene Premiere für Schokoladen Workshop und Nachhaltigkeit. Ulrike Bürger (Mitte) zeigte den Kindern, wie Schokolade hergestellt wird. Auch sensibilisierte Sie die Mädchen und Jungen für den fairen Handel.

Insgesamt 18 junge Salzwedeler nahmen an dem Spektakel in der Jugendkirche teil. „Es war bei uns eine Premiere für den Workshop“, schilderte Friedhelm Wende, der Leiter der Jugendkirche. „Den Kindern hatte es sehr viel Spaß gemacht, und ich habe auch einiges dazu gelernt.“ Viele gehen davon aus, dazu gehörte auch Wende, dass der Kakao aus dem Raum Mittelamerika kommt. Dies mag zu Zeiten der Mayas und Inkas zwar noch gestimmt haben, heute wird die Kakaopflanze aber überwiegend in Afrika angebaut und legt zu uns nach Deutschland über 7000 Kilometer zurück, um zum Beispiel in Form einer Schokoladentafel zu enden.

Die Arbeitsbedingungen in den Ländern sind teils suboptimal, deshalb sensibilisierten Ulrike Bürger und Corinna Felkl die Kinder darauf, bei solchen Produkten wie Schokolade auf fairen Handel zu achten. Interessant wurde es, als die Mädchen und Jungen zum ersten Mal selbst die braune Süßigkeit herstellen durften. Dazu wurde die Kakaobutter in einem Topf mit Wasser erhitzt und später gut umgerührt, etwas Sahne und Zucker dazu, und die süße Schokolade ist fertig. Auch Zartbitter haben die Kinder hergestellt.

Der Jugendkirche-Chef Friedhelm Wende zeigte sich sehr zufrieden mit der Veranstaltung und hat vor, weitere solcher Workshops anzubieten. Bürger und Felkl wollen noch mehr Vorhaben umsetzen und die Altmärker Jugend weiterbilden.

VON PAUL WILLIAM HIERSCHE

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