Luc-Aaron Braasch kämpft für den MCV Steinitz um den Deutschen Meistertitel

Der Junge hat Benzin im Blut

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„Gas geben und springen“ – das sind die Leidenschaften von Luc-Aaron Braasch. Diese kann der Zehnjährige in seinem Hobby ausgiebig ausleben. Der junge Quad-Fahrer kämpft am 25. Oktober um den Titel Deutscher Meister in der Kids-Klasse.

Steinitz. Etwa 13 Pokale blitzen bei Luc-Aaron Braasch zu Hause aus den Regalen. „Ich muss mal wieder genau nachzählen, aber das müsste hinkommen“, überlegt der Zehnjährige Quad-Fahrer.

Die Gelegenheit seine Trophäensammlung genau zu inspizieren, könnte sich bald bieten. Nämlich, wenn er das nächste Glanzstück dazustellt. Am 25. Oktober fährt er nicht in Steinitz, sondern bei der Bavarian Quad Challenge im tschechischen Marienbad um den Titel Deutscher Meister in der Kids-Klasse. In sechs von sieben Saisonrennen fuhr der Junge aus dem wendländischen Krautze drei Siege für seinen Rennstall Moto-Cross-Verein (MCV) Steinitz ein und erkämpfte sich in der Gesamtwertung einen Vorsprung von 13 Punkten.

Marco Braasch trainiert Luc-Aaron auf der Steinitzer Motocross-strecke und hält die Rennmaschine am Laufen. 

Mit dreieinhalb Jahren unternahm Luc-Aaron seine ersten Fahrversuche auf den vierrädrigen Cross-Maschine. Heute trainiert der Schüler fast jedes Wochenende auf der Steinitzer Crossstrecke. Kondition und Konzentration sind das Wichtigste bei einem Rennen, erklärt sein Vater, Trainer und 1. Vorsitzender des MCV-Steinitz, Marco Braasch. „20 Minuten Renndauer ist für die Kinder schon eine Ansage“, weiß der Trainer. Doch auch Kurvendurchfahrten, Abbremsen und Sprungtechniken stehen bei Luc-Aaron auf dem Trainingsplan. Der Spaß am Fahren steht jedoch bei dem zehnjährigen Crosser und seinen Konkurrenten im Vordergrund, versichert der junge Rennfahrer.

Der Quadfahrer sicherte sich mit drei Siegen einen Vorsprung von 13 Punkten. Pokal und Sektdusche gehören auch in der Kids-Klasse zum Siegerpodest.

Nach intensiver Streckenbesichtigung, jeweils 30 Minuten Freies und Pflichttraining kämpfen sich an einem Wettkampftag bis zu 18 Quad-Konkurrenten auf den Cross-Strecken durch sandige Pisten, feuchten Matsch oder über harten Lehmboden. Für waghalsige Überholmanöver müssen die Crosser die Strecke genau kennen. Durch scharfe Kurven geht es mal bergauf, mal bergab und manchmal heben die Quads komplett ab. Das 85-Kubik-Quad mit Zwei-Takt-Motor und 27 PS, das Luc-Aaron in seinen Rennen fährt, bringt es je nach Streckenlage auf bis zu 80 Stundenkilometer.

Neben den Fahrerfertigkeiten muss auch die Technik stimmen. Vater Marco Braasch ist nicht nur Lucs Trainer, sondern auch seine Boxencrew. Er hält das Quad technisch in Schuss. „Das kann auch manchmal ganz schön spannend sein“, erklärt der Krautzer. Nämlich dann, wenn das Gefährt in der Startaufstellung Faxen macht. Doch in dieser Saison gab es in technischer Hinsicht für das Steinitzer Team keine Ausfälle.

„Er muss eigentlich nur noch durchkommen“, blickt Lucs Vater zuversichtlich auf das letzte Saison-Rennen. Dann könnten auf den jungen Rennfahrer nicht nur Titel und Pokal warten, sondern wie bei jedem richtigen Rennen eine ordentliche Sektdusche. Wie für die Kids-Klasse jedoch üblich – natürlich mit Kindersekt.

Von Eva Hahner

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