Jeetzeschule in Salzwedel hat die Chance auf 100 000 Euro

„JiS“ unter den Top 20

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Jeetze-Schüler bei einem Tag der offenen Tür: Die Bildungsstätte wird von einer Jury unter die Lupe genommen.

Salzwedel. Der „Deutsche Schulpreis“ ist der höchstdotierte Wettbewerb für Bildungsstätten in der Bundesrepublik. Der Hauptpreis sind 100 000 Euro, 14 weitere Preisträger bekommen insgesamt 143 000 Euro.

Die freie Jeetzeschule in Salzwedel (JiS) hat als einzige Bildungsstätte in Sachsen-Anhalt die erste Hürde genommen: Ihr Bewerbung war so überzeugend, dass die Einrichtung unter die Top 20 gewählt wurde.

Eine Jury aus Praktikern und Bildungswissenschaftlern reist in den nächsten Wochen durch zwölf Bundesländer und macht auch Halt in der Hansestadt. Vor Ort werden folgende sechs Qualtitätsbereiche unter die Lupe genommen: Leistung, Umgang mit Vielfalt, Unterrichtsqualität, Verantwortung, Schulleben und Schule als lernende Institution. „Diese Kriterien sind inzwischen als Kennzeichen für gute Qualität über die Grenzen Deutschlands hinaus anerkannt“, heißt es in einer Pressemitteilung der Robert- Bosch-Stiftung, die den Wettbewerb gemeinsam mit der Heidehof-Stiftung seit 2006 unterstützt. Bis Ende März werden von den 20 Bildungsstätten 15 für den „Deutschen Schulpreis 2015“ nominiert. Bundeskanzlerin Angela Merkel übernimmt die Preisverleihung am 10. Juni in Berlin.

Den Wettbewerb gibt es seit 2006. Seitdem haben sich mehr als 1500 Schulen beworben. Nach der Verleihung endet das Programm aber nicht. Ausgezeichnete Bildungsstätten geben bei Workshops, Seminaren und Hospitationsprogrammen ihre Erfahrungen an andere Einrichtungen weiter. 2015 haben dies 1200 Interessierte genutzt.

Von Christian Ziems

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