„Jetzt tanken die den Trabi mit Fanta“

MDR-Moderator Andreas Müller (2.v.r.) und NDR-Radioreporter Florian Kneifel (3.v l.) sendeten gestern live von den Salzwedeler Trabifreunden.

hel Salzwedel. Auf der Suche nach deutsch-deutschen Geschichten im 20. Jahr der Deutschen Einheit sind seit gestern Reporter von MDR und NDR dies- und jenseits der früheren Grenze unterwegs. Dabei machten sie bei den Salzwedeler Trabifreunden Station. Und hörten dort die nette Anekdote von der Fantaflasche ...

Auch wenn der Trabant seit 20 Jahren nicht mehr gebaut wird – deutschlandweit sind noch 41 000 Rennpappen zugelassen. 22 davon stehen bei den Salzwedeler Trabifreunden, der älteste Trabi ist Baujahr 1962. Anlass genug für den Norddeutschen- und Mitteldeutschen Rundfunk nachzufragen, was es mit dieser Leidenschaft auf sich hat. Im Rahmen der Sendereihe „Fremde oder Freunde“ gab es die O-Töne gestern live, außerdem einen Beitrag für „Sachsen-Anhalt heute“.

Die Moderatoren Andreas Müller (MDR) und Florian Kneifel (NDR) wollten vom Vorsitzenden Mathias Simon und von Vorstandsmitglied Birgit Probst alles über den DDR-Volkswagen wissen. Dabei erfuhren die Hörer während der Live-Einblendungen auch, dass die Salzwedeler mit den Wolfsburger Trabifreunden engen Kontakt haben. Nicht nur gemeinsame Ausflüge gibt es. An den „Rennpappen“ schrauben die Vereinsmitglieder von hüben und drügen zusammen. Unterschiede im Fahrverhalten der Ossis und Wessis gebe es übrigens nicht, sagte der Vorsitzende.

Bei dem 1200 Kilometer langen Ausflug der Jeetzestädter Trabifans vor drei Jahren nach Schweden sorgte eine mit Öl gefüllte Fantaflasche an der Tankstelle für Aufsehen: „Nach der Betankung füllten wir noch Öl in den Tank. Ein Tourist sagte daraufhin: Jetzt betanken die den Trabi schon mit Fanta!“, erzählte Birgit Probst den Reportern eine nette Anekdote. Auch in Hamburg mochte ein Mercedes-Fahrer nicht glauben, dass ein Auto mit so kleinem Motor überhaupt fahren kann.

Die Sendereihe läuft bis Freitag viermal täglich zwischen 8.30 und 15 Uhr auf MDR und NDR.

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