Jugendeinrichtungen rufen zum Urnengang auf

„Jeder sollte sein Wahlrecht nutzen“

Vertreter verschiedener Jugendeinrichtungen am Kickertisch, denn die Wahl hat auch ein wenig mit Wettkampf zu tun. Sie rufen insbesondere den Nachwuchs auf, ihr Recht zu nutzen.
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Vertreter verschiedener Jugendeinrichtungen am Kickertisch, denn die Wahl hat auch ein wenig mit Wettkampf zu tun. Sie rufen insbesondere den Nachwuchs auf, ihr Recht zu nutzen.

Salzwedel. Die größten Jugendeinrichtungen der Stadt wollen den Rückgang der Wahlbeteiligung nicht so einfach hinnehmen und starteten gestern einen gemeinsamen Aufruf.

Im Hansa verwiesen Vertreter des Mehrgenerationenhauses, des AWO-Schülerfreizeitzentrum, des Hanseat und der Aktion Musik darauf, dass die Stimmabgabe keine Selbstverständlichkeit ist. So gibt es Staaten mit keinem oder eingeschränkten Wahlrecht, unter dem zum Beispiel Frauen leiden. „Wir haben bei uns Besucher aus Ländern, in denen es eben nicht selbstverständlich ist. Besonders Kinder versuchen wir möglichst früh aufzuklären“, unterstrich Alexander Rekow, Leiter des Mehrgenerationenhauses.

Um den Nachwuchs an das Thema heranzuführen gab es 2013 eine U18-Wahl in der Hansestadt. „Das sind die Jugendlichen, die nun bei der Kommunalwahl auch erstmals gefragt sind“, so Alexander Rekow weiter. Nicht nur er hofft, dass sie zum Wählen gehen.

„Wir haben das Glück, in einer Demokratie zu leben. Darum sollte das Recht auf freie Wahl wahrgenommen werden“, appelliert Heike Krieshammer vom Schülerfreizeitzentrum. Sie verwies zudem auf die vielen Informaionen, die es durch die Medien und öffentlichen Veranstaltungen gibt. Darum könne sich jeder über die Ziele der einzelnenen Parten, Wählergmeineschaften und Einzelkandidaten informieren. Darauf wies auch Michael Wolter vom Hanseat hin. Er erlebt immer wieder kritische Stimmen von Jugendlichen über die Politik: „Nun kann nicht nur gewählt werden sondern die Kandidaten können in den nächsten Jahren auch an ihren Aussagen gemessen werden.“

Die Vertreter der Jugendeinrichtungen sind sich einig: „Jeder sollte sein Wahlrecht nutzen.“ Ein weiteres Argument wurde gestern Nachmittag genannt: Der Urnengang ermöglicht eine Mitsprache bei der Frage, in welche Richtung es für Salzwedel gehen soll.

Übrigens: Nach dem Abschluss der einzelnen Auszählungen können die feststehenden Ergebnisse verfolgt werden. So zum Beispiel im Raum Gardelegen der Kreisverwaltung. Mit moderner Technik werden die Stimmenverhältnisse an die Wand projiziert. Interessierte können den Ablauf live mitverfolgen. Oder aber im Internet nachschauen. Unter www.wahl.altmarkkreis-salzwedel.info lassen sich am Sonntagabend aktuelle Daten bequem abrufen.

Von Christian Ziems

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