Neue Studie: Altmark hat höchste Abbrecherquote im Land

Jeder Sechste bleibt ohne Schulabschluss

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Die Schulabbrecherquote ist in der Altmark mit knapp 15 Prozent fast zweieinhalbmal so hoch wie im Bundesdurchschnitt.

Altmark. Durchschnittlich jeder sechste Jugendliche in der Altmark verlässt die Schule, ohne wenigstens den Hauptschulabschluss erreicht zu haben. Zu diesem Ergebnis kommt die neue Bertelsmann-Studie „Chancenspiegel 2014“, der das Schuljahr 2012 / 13 beleuchtet.

Die beiden Altmarkkreise Salzwedel und Stendal bilden mit dem Landkreis Mansfeld-Südharz die Schlusslichter in Sachsen-Anhalt. Die Quote sei im gesamten Bundesland „verhältnismäßig hoch“, so die Verfasser der Studie.

Bundesweit liegt der Abbrecherdurchschnitt bei lediglich sechs Prozent. Sachsen-Anhalt kommt, auf das gesamte Bundesland bezogen, hingegen auf das Doppelte.

Der Altmarkkreis Salzwedel hat auch in anderen Kategorien das Nachsehen. Die Region bringt beispielsweise mit einem Wert von knapp über 40 Prozent landesweit die wenigsten Gymnasiasten hervor (zusammen mit den Landkreisen Mansfeld-Südharz und Anhalt-Bitterfeld). Werden die Gesamtschulen mit eingerechnet, erhöht sich die Prozentzahl für den Altmarkkreis Salzwedel auf rund 48 Prozent – ein Mittelfeldplatz im Land.

Besser sieht es bei den Schulwechslern aus. Im Altmarkkreis hält sich die Zahl derer, die beispielsweise später vom oder zum Gymnasium gehen, die Waage. Das ist ein deutlich besserer Wert als etwa in der Landeshauptstadt Magdeburg.

Bei den Klassenwiederholern befindet sich die hiesige Region wiederum im Mittelfeld. Knapp drei Prozent der Schüler müssen ein Jahr erneut absolvieren.

Jeder vierte Altmärker aus dem Altersjahrgang schafft das Gymnasium. Rund die Hälfte aller Schüler erhalten die Mittlere Reife, der Rest den Hauptschulabschluss oder aber – wie eingangs erwähnt – nichts.

Von Jens Heymann

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