220 Teilnehmer bei der Kinderwallfahrt in Salzwedel / Magdeburgs Bischof zu Gast

Jeder Mensch ist ein Geschenk

Matthias Slowik (l.) begrüßte die Wallfahrtsgruppen, die unter anderem aus Salzwedel, Stendal, Gardelegen, Zeitz und Halle kamen.
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Matthias Slowik (l.) begrüßte die Wallfahrtsgruppen, die unter anderem aus Salzwedel, Stendal, Gardelegen, Zeitz und Halle kamen.
  • VonMelanie Friedrichs
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mfr Salzwedel. So viel Trubel herrscht auf dem Innenhof der katholischen Pfarrei selten: 220 Kinder aus der ganzen Altmark und darüber hinaus hatten auf der schattigen Wiese Platz genommen und warteten gespannt.

Bischof Dr. Gerhard Feige (vorn) wirkte bereits als Vikar in der Baumkuchenstadt.

Denn zur Kinderwallfahrt, deren dritte Station in diesem Jahr die Baumkuchenstadt Salzwedel war, hatte sich der Magdeburger Bischof Dr. Gerhard Feige angekündigt. Für den Bischof ist Salzwedel kein unbekanntes Pflaster. Ein Teil seines Lebens wirkte er als Vikar in der Hansestadt und freute sich, seinen ehemaligen Arbeitsplatz zu besuchen.

Doch bevor der Gottesdienst losging, bekam Matthias Slowik, Leiter der Arbeitsstelle Kinderpastorat, erst einmal Post. Mit der Osterkerze und dem Postboten im Schlepptau stellte er die Wallfahrtsgruppen vor. Sie waren im Rahmen der Religiösen Kinderwochen in das beschauliche Salzwedel gereist. An der Kinderwallfahrt beteiligen sich in diesem Jahr 1200 Kinder und junge Erwachsene.

„Im Reformationsjahr stellen wir uns die Frage, welches Geschenk wir geben können. Das heißt, mich in den anderen hineinversetzen und das Wertvolle an ihm zu finden“, sagt Slowik im Gespräch mit der AZ. Dabei wird in Salzwedel auch mit der evangelischen Kirche zusammengearbeitet. „Die Kinder werden die evangelische Marienkirche besichtigen und sich auf die Suche nach Gemeinsamkeiten begeben“, so der Leiter der Arbeitsstelle.

Und auch Bischof Gerhard Feige greift das Thema auf: „Martin Luther hat damals einen anderen Blick auf Gott bekommen. Diese Erkenntnis wurde zur Reformation.“ Beide Seiten, katholisch und evangelisch, erkennen mittlerweile das Positive, das daraus entstanden sei.

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