Bewegende Rede von Superintendent Matthias Heinrich zum Volkstrauertag

„Jeder hat sein Gedenken“

Gedenken
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Landrat Michael Ziche (v.l.), Stadtratsvorsitzender Gerd Schönfeld und Bürgermeisterin Sabine Blümel sowie Vertreter aus Politik und gesellschaftlichem Leben im Gedenken.
  • Holger Benecke
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Dr. Hartmut Pollack vom Kreisverband des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge forderte während des gestrigen Volkstrauertages bei der zentralen Veranstaltung auf dem Altstädter Friedhof ein friedliches Miteinander. Pollacks Ruf waren neben Landrat Michael Ziche und Bürgermeisterin Sabine Blümel Vertreter fast aller Parteien und Fraktionen sowie der Schützengilde und der Marinekameradschaft auch einige Altmärker auf den Salzwedeler Soldatenfriedhof gefolgt.

Superintendent Matthias Heinrich sprach bewegende Worte zum Volkstrauertag auf dem Altstädter Friedhof.

Salzwedel - „Das Leben steht im Zeichen der Hoffnung“, sprachen zwei Jahn-Gymnasiastinnen das Totengeden. Und erinnerten an die vielen, vielen Kriegstoten bis heute und bezogen sich damit auch auf die Bundeswehreinsätze im Ausland. Sie erinnerten an jene, die den Tod fanden, weil sie an ihrem Glauben und an ihrer Überzeugung festgehalten hätten. Superintendent Matthias Heinrich brachte es in seinen Gedanken zum Volkstrauertag auf den Punkt: Jeder hat sein Gedenken. In seiner Jugend wollten einige die Gedenktafeln beider Kriege aus den Kirchen entfernen, weil darauf etwas von Helden stand. Andere hielten dagegen: „Das sind unsere Toten, die uns mahnen: Nie wieder Krieg.“ Jeder habe seine Art zu Gedenken, wurde der Geistliche nicht müde zu betonen – gerade aus den schmerzlichen Erfahrungen heraus, die die Kirche über Jahrhunderte machen musste. 2021 sei ein besonderer Volkstrauertag, denn 1941 sei der Krieg mit dem Überfall auf die Sowjetunion, auf Jugoslawien und auf Griechenland sowie der Kriegserklärung an die USA zum Weltkrieg geworden, erinnerte Matthias Heinrich.

Dr. Hartmut Pollack (l.) dankte dem im nächsten Jahr scheidenden Landrat Michael Ziche für sein jahrelanges Engagement in der Kriegsgräberfürsorge mit Blumen.

Unter Trompetenklängen („Ich hatt einen Kameraden“) begann die offizielle Kranzniederlegung. Die AfD hatte auch am sowjetischen Ehrenmal auf dem Perver Friedhof ein Gebinde abgelegt.

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