Freie Fahrt für Baumaschinen

Im Januar versprochen: Bis 31. März ist der gesamte Südbockhorn fertig

Der Südbockhorn gestern: Da sollte die gesamte Piste zwischen den Einmündungen Neuperverstraße und Jahnstraße eigentlich fix und fertig sein. Das hatte Bauamtsleiterin Martyna Hartwich Mitte Januar im Bauausschuss versprochen.
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Der Südbockhorn gestern: Da sollte die gesamte Piste zwischen den Einmündungen Neuperverstraße und Jahnstraße eigentlich fix und fertig sein. Das hatte Bauamtsleiterin Martyna Hartwich Mitte Januar im Bauausschuss versprochen.

Salzwedel – Freie Fahrt seit gestern auf dem Südbockhorn. Das ist kein Aprilscherz. Das hatte Bauamtsleiterin Martyna Hartwich Mitte Januar auf Nachfrage von Anliegern öffentlich erklärt.

Freie Fahrt haben indes dort nur die Baufahrzeuge. Und ein Ende ist nicht absehbar.

Auskünfte dazu, wie auch zu den Arbeiten überhaupt, sind nicht zu bekommen. Konkrete Antworten gibts aus dem Rathaus gar nicht, lapidare Erklärungen erst nach Tagen oder Wochen. So wurde die Salzwedeler Öffentlichkeit, die immerhin der Bauherr ist und die von 1,4 auf 2,1 Millionen Euro gestiegenen Baukosten berappen muss, seit Beginn kaum über die Arbeiten informiert.

Und vor allem nicht über deren Verzögerungen. Begonnen wurde mit dem grundhaften Ausbau des Südbockhorns am 27. Mai vergangenen Jahres – einen Tag nach den Kommunalwahlen. Der erste Bauabschnitt zwischen den Einmündungen Neuperverstraße und Nordbockhorn war straff geplant. Ab Mitte August 2019 sollten die Tiefbauer bereits in den zweiten Abschnitt zwischen den Einmündungen Nordbockhorn und Jahnstraße umsetzen.

Doch dort wurde erst im Oktober mit dem Fällen der Bäume an die Vorbereitungen gegangen. Mitte Dezember bekam dann der erste Bauabschnitt die Schwarzdecke. Freigegeben wurde die Piste bis heute nicht. Noch immer werkeln die Arbeiter im ersten Abschnitt. Nach dem Jahreswechsel ging es dann auch wirklich im zweiten Bauabschnitt los – mit fünf Monaten Verzögerung.

Zwischenzeitlich hatte Vorsitzende Sabine Danicke die Mitglieder ihres Bauausschusses aufgrund der Verzögerungen zu einem Vor-Ort-Termin während einer Bauberatung am Südbockhorn gebeten. Das nahm allerdings nur ein Stadtrat wahr. Und Gründe für die Verzögerung werden den Steuerzahlern, die das Projekt finanzieren, bis heute vorenthalten.

Erklärungen aus dem Rathaus gab es dazu keine. Bis dann Bauamtsleiterin Martyna Hartwich Mitte Januar im Bauausschuss mit dem Fertigstellungstermin 31. März aufwartete, der nicht nur den Anliegern vor Erstaunen die Münder offenstehen ließ. „Da sind sie aber mutig“, kommentierte damals Südbockhorn-Anliegerin Regina Fehse, die sich auskennt, da sie selbst in einer Baufirma gearbeitet hat.

VON HOLGER BENECKE

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