Fehlschlag auch beim fünften Mal

IT-Ausbau des Jahn-Gymnasiums: Altmarkkreis findet keine Baufirma

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Informatik und Technik werden am Jahn-Gymnasium immer wichtiger. Derzeit klemmt das Vorhaben bei den interaktiven Tafeln.

Salzwedel – Fünf Versuche, kein Erfolg. Das Salzwedeler Jahn-Gymnasium hängt in Sachen Erneuerung der strukturierten Verkabelung am seidenen IT-Strang. Alle bisherigen Ausschreibungen für Firmen fielen negativ aus. Der Stichtag rückt daher immer näher.

Ist dieser erreicht, müsse die Schule generell auf die Förderung verzichten. Allerdings stünde noch eine Option zur Verfügung.

Die Lessing-Ganztagsschule hat sie schon und die Volkshochschule auch. Es geht um die interaktiven Tafeln und den Ausbau der Technik im Haus. Nur beim Jahn-Gymnasium klemmt es bei dem Vorhaben. Das Geld stünde durch die Förderung des Zugangs zur Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) zur Verfügung, aber es finde sich keine Firma, die die Umbaumaßnahme mache, so die Pressesprecherin des Altmarkkreises Salzwedel, Birgit Eurich. Weiter sagte sie: „Am Dienstag war die fünfte Submission. Es wurde wiederholt kein Angebot abgegeben.“

Eine nochmalige Ausschreibung der Bauleistungen sei nicht möglich, weil der Zuwendungsbescheid befristet ist und eine Abarbeitung der Bauleistung in dieser Zeit nach erneuter Ausschreibung nicht mehr realisiert werden könne. Allerdings stehe noch eine weitere Option offen, damit die IKT-Förderung nicht einfach verstreicht.

Damit der bewilligte Geldbetrag für die Einrichtung vor dem Lüchower Tor noch in Teilen in Anspruch genommen werden kann, läuft aktuell ein öffentliches Ausschreibungsverfahren zur Vergabe von Hard- und Software. „Nach weiteren Lösungsmöglichkeiten wird gesucht“, sagte Eurich abschließend.

Auch Schulleiter Ralf Hoppstock bedauert die derzeitige Situation. Der Altmarkkreis bemühe sich auf ganzer Linie, aber wenn sich keine Firma findet und deutschlandweit alle soweit ausgelastet sind, könne keiner etwas dafür, meinte er. Mit den interaktiven Tafeln könne der Unterricht anders gestaltet werden, und der Lehrer hätte mehr Möglichkeiten, seinen Unterrichtsstoff zu vermitteln. Eine starke Internetleitung mit bis zu 160 Megabit pro Sekunde liege an. Daran solle es nicht liegen, so Hoppstock.

VON PAUL WILLIAM HIERSCHE 

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