Nach der Wahl

Altmarkkreis: „Insgesamt 734 Plakate entwendet“ –  AfD erstattet Anzeige bei der Polizei

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Ein beschmiertes Plakat der AfD.

Altmarkkreis – „Ich bitte darum, uns die Möglichkeit zu geben, in einem fairen und gewaltfreien Wettstreit innerhalb der politischen Grenzen entgegenzutreten und nicht mit solch höchst kriminellen Energien“, schließt Sebastian Koch eine Pressemitteilung der Partei AfD.

Sebastian KochKreisvorsitzender der AfD

Der Kreisvorsitzende schildert in der E-Mail Erkenntnisse beim Abhängen von Werbung nach der jüngsten Wahl: „Von den knapp 1400 verteilten Wahlplakaten konnten wir nur gut 40 Prozent wieder einsammeln. Uns wurden insgesamt 734 Plakate entwendet und noch mal circa 100 Plakate zerrissen oder beschmiert. “ Dadurch sei dem Kreisverband ein Schaden von rund 1000 Euro entstanden. „Eine massive und koordinierte Wahlbehinderung unseres Kommunal- und Europawahlkampfes“, schätzt Sebastian Koch ein.

AfD-Vertreter haben bei der Polizei Strafanzeige gegen unbekannt gestellt und hoffen auf Hilfe aus der Bevölkerung. Wer in diesem Zusammenhang etwas beobachtet hat, sollte sich laut Sebastian Koch an den Kreisverband oder an die Ordnungshüter wenden. Er gibt in der Pressemitteilung die Nummer der Polizei in Gardelegen an: (03 907) 72 40.

Die Partei hat auch eine Aufstellung mit Blick auf die einzelnen Gemeindegebiete im Altmarkkreis veröffentlicht. Demnach wurden im Bereich Arendsee 95 Prozent aller Plakate entfernt (230 Stück). Die weiteren Kommunen: Salzwedel (114 Plakate, 67 Prozent), Kalbe (88, 70 Prozent), Gardelegen (164, 42 Prozent) und Beetzendorf-Diesdorf (76, 28 Prozent). Der Kreisvorsitzende beziffert den zusätzlichen Schaden durch zerrissene und beschmierte Werbung auf rund 200 Euro.

„Die Plakate wurden teilweise innerhalb von 48 Stunden entfernt. Das geht nicht ohne Weiteres. Dazu benötigt man einen größeren Pkw, eine Leiter und einen Ort, wo man die Plakate, die als Sondermüll behandelt werden, einlagern kann“, erklärt Sebastian Koch.  cz

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