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Perver: Salzwedel investiert in den größten städtischen Friedhof 

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Von: Lydia Zahn

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Hella Jesper (l.) vom Liegenschaftsamt und Bürgermeisterin Sabine Blümel ließen die Veränderungen der vergangenen Jahre auf dem Perver-Friedhof Revue passieren. © Zahn, Lydia

Die Stadt hat in den vergangenen sechs Jahren insgesamt 244 141 Euro in den Erhalt und die Verschönerung des Perver-Friedhofs gesteckt. Dabei wurde vor allem mehr Platz für Kinder- und teilanonyme Gräber geschaffen.

Salzwedel – 53 400 Quadratmeter, also rund 5,3 Hektar, Fläche umfasst der Perver-Friedhof in Salzwedel. In den vergangenen sechs Jahren hat die Stadt Salzwedel rund 93 000 Euro für dessen Instandhaltung ausgegeben. Aber dabei sollte es nicht bleiben.

„Das ist der größte städtische Friedhof“, betonte Bürgermeisterin Sabine Blümel vor Ort. Und: „Friedhöfe sind ganz wichtig für die Hinterbliebenen.“ Deshalb wurden außerdem rund 151 600 Euro in die Begräbnisstätte zwischen Arendseer und Magdeburger Straße investiert.

Eine Schalttafel, ein neuer Gehweg, diverse Parkbänke, ein Carport für die Maschinen, Geräteständer und Ausstattung für die Trauerhalle – von 2016 bis 2021 wurde einiges für den Perver-Friedhof angeschafft. Davon überzeugten sich Bürgermeisterin Sabine Blümel und Hella Jesper vom Liegenschaftsamt bei einer Begehung des Friedhofs gestern Vormittag selbst.

Seit Oktober 2020 gibt es die Möglichkeit, sich teilanonym bestatten zu lassen. Die Fläche, die Platz für 50 Urnen bietet, ist fast voll, führte Jesper weiter aus. Und die Nachfrage lasse nicht nach, weshalb nun ein weiterer Platz für das teilanonyme Begräbnis reserviert und vorbereitet wurde.

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Die Gehwege wurden nach und nach gepflastert. So auch im März 2021. © Zahn, Lydia

Auch für Kindergräber wurde ein weiterer Bereich angelegt – mit Sitzmöglichkeit zum Verweilen. Darauf legte Blümel besonderen Wert: „Die Leute sollen sich überall hinsetzten können, vor allem die Älteren.“ Außerdem wurden zahlreiche Bäume auf dem Areal gepflanzt. Manche von ihnen sollen später für Baumbestattungen genutzt werden.

Die Stadt investierte zudem in drei Urnenstelen. Zwei weitere sollen noch folgen. Die wuchtigen und zugleich elegant wirkenden Grabsäulen erinnern an Kolumbarien (altrömische Grabkammern) in Italien oder Spanien.

„Bei meinem Amtsantritt waren mir Friedhöfe, Schulen und die Feuerwehr besonders wichtig. Und der Perver-Friedhof machte nun wirklich nicht viel her“, resümierte Blümel. Tino Sroka und Manfred Priebe sorgen dafür, dass es ordentlich bleibt und halten alles in Schuss.

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