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Spaziergänge im Altmarkkreis: Große Angst vor der Spritze im Gesundheitswesen

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Von: Holger Benecke

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Ein langer Zug – teilweise mit umgehängten Lichterketten und Kerzen – zog sich am Montagabend friedlich durch Salzwedel. © Benecke, Holger

In den drei Altmarkkreisstädten Salzwedel, Gardelegen und Klötze trieb es am Montagabend rund 530 Menschen auf die Straße – zum Spazierengehen. Diese Zahl schätzte die Polizei.

Salzwedel - Die Menschen, darunter besonders viele junge Teilnehmer, drückten mit dem Spaziergang ihren stillen Protest gegen Coronamaßnahmen und drohende Pflichtimpfungen aus. Besonders betroffen sind Angehörige des Gesundheitswesens, über deren Häuptern das Damoklesschwert des 15. März schwebt. Denn ab diesem Datum gilt in Deutschland eine Impfpflicht für Gesundheits- und Pflegepersonal. So jedenfalls haben es Bundestag und Bundesrat beschlossen.

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Ausgangspunkt war der Rathausturmplatz. Von dort soll auch am Sonnabend wieder spazieren gegangen werden. © Benecke

Besorgte Mitarbeiter aus dem Gesundheitswesen, besonders aus dem Pflegebereich, waren am Montag auch unter den rund 280 Spaziergängern in Salzwedel zu finden. Sie fühlen sich durch eine Impfpflicht in ihren Grundrechten eingeschränkt und benachteiligt, als Menschen zweiter Klasse abgestempelt, wie sie sagten. Sie befürchten zudem mit der Impfpflicht ein weiteres Kollabieren des ohnehin angeschlagenen Gesundheitssystems. Denn einige wollen lieber eine Kündigung als eine Impfung in Kauf nehmen, beteuerten sie. 

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