Kfz-Zulassungsstelle will zwei weitere Mitarbeiter einstellen

Immer wieder freitags

  • VonArno Zähringer
    schließen

Besitzer von Fahrzeugen, die umgezogen sind und ihr Vehikel deshalb ummelden müssen, haben es momentan nicht leicht, dafür einen Termin in der Kfz-Zulassungsstelle zu bekommen. Um die Situation zu verbessern und um die Anliegen der Bürger effektiver bearbeiten zu können, soll das Team in der Zulassungsbehörde in absehbarer Zeit um zwei neue Mitarbeiter erweitert werden, teilt Inka Ludwig vom Presseteam des Altmarkkreises auf Anfrage der AZ mit.

Salzwedel - Die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung wird bereits in vielen Bereichen umgesetzt. Dazu gehört auch die Buchung eines Online-Termins in der Kfz-Zulassungsstelle. Wo früher mehrere Stunden im Wartebereich zugebracht werden mussten, erlaube dieses System nunmehr eine „kundenorientierte und zügige Abhandlung“ der Anliegen, betont das Presseteam. Allerdings könnten nur so viele Termine freigeschaltet werden, wie Mitarbeiter im Hintergrund zur Verfügung stünden. Wie viel Zeit der einzelne Bearbeitungsvorgang benötigt und in welch enger Zeittaktung die Mitarbeiter der Kreisverwaltung beschäftigt sind, könne sehr gut dem Buchungssystem entnommen werden.

Mit zeitlich begrenzten personellen Engpässen habe auch die Kfz-Zulassungsstelle zu arbeiten. Urlaubs-, krankheits- und schulungsbedingte Ausfälle seien wie bei jedem anderen Arbeitgeber zu managen, wirbt der Kreis um Verständnis. Weil nicht alle Bürger einen Internetanschluss hätten oder mit dem Medium nicht so vertraut seien, würden in „begründeten Ausnahmefällen“ nach wie vor Termine auch telefonisch vergeben.

Weniger Termine wegen der Pandemie

Aber auch die Zulassungsstelle hat mit der Pandemie zu kämpfen. Zum Schutz aller – Mitarbeiter wie Kunden – können etwa ein Drittel weniger Termine direkt vergeben werden. Allerdings sei zu beobachten, dass ein erhöhtes Arbeitsaufkommen durch die Autohäuser entstehe, weil die Nachfrage beim Autokauf und -verkauf nach wie vor gegeben scheine. Aus organisatorischen Gründen reichen die Autohäuser ihre Anliegen nicht über die Online-Terminvergabe ein.

Übrigens werden immer freitags von 8.30 Uhr an für zurzeit drei Wochen im Voraus die Termine freigeschaltet. „Dabei sind diese aufgrund der sehr hohen Nachfrage mitunter innerhalb von zwei Stunden vollständig vergeben. Frei werdende Termine durch Absagen werden sukzessive wieder zur Verfügung gestellt“, macht Inka Ludwig deutlich. Es sei verständlich, dass es für die Bürger oftmals beschwerlich erscheine, einen Termin online zu buchen und dadurch vielfach Unmut aufkomme. Dabei sei aber zu bedenken, dass durch die jetzige Form der Online-Terminvergabe die „Wartezeiten erheblich verkürzt“ seien.

Die Zulassungsstelle bittet Kunden, „keine Mehrfachbuchungen“ vorzunehmen. Zudem verfallen Termine oftmals ungenutzt, weil manche Bürger nicht erscheinen, ohne den Termin rechtzeitig abzusagen.

Zum rechtlichen Hintergrund: Bei Halterwechsel oder Umzug sind Fahrzeugbesitzer verpflichtet, ihr Gefährt „unverzüglich bei der Zulassungsbehörde umzumelden“. Die Auslegung der Fristlänge liegt im Übrigen im Ermessen der zuständigen Behörde. Innerhalb eines Monats nach dem Umzug ist die Ummeldung in der Regel fristgerecht. Wird diese Zeitspanne um Wochen oder gar Monate überschreiten, könne ein hohes Bußgeld die unangenehme Folge sein. Doch die Behörde gibt sich kulant, wenn jemand wirklich einmal ohne Verschulden nicht rechtzeitig einen Termin bei der Zulassungsstelle bekommt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare