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Immer noch kein Streugut?

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Eisregen hat viele Autofahrer gestern kalt erwischt. Auch im Altmarkkreis verwandelten sich Straßen und Wege in Rutschbahnen. „Extreme Glätte auf Bürgersteigen ist sofort zu beseitigen“, appelliert die Hansestadt an die Grundstücksbesitzer. © dpa

Salzwedel. Gerade eben haben die Menschen noch über den fehlenden Winter siniert, da zeigt er sich spontan von seiner glatten Seite und verwandelt Straßen und Gehwege in gefährliche Rutschbahnen. Wer sich noch nicht mit Streugut eingedeckt hat, sollte das schnell nachholen.

Eisglätte und Schnee, die nach 18 Uhr die Salzwedeler Gehwege bedecken, müssen die jeweiligen Grundstücksanlieger werktags bis 7 Uhr und bis 9 Uhr an Sonn- und Feiertagen beseitigen. Eisglätte und Schnee nach 7 Uhr sind unverzüglich zu beseitigen, so sagt es die rechtsverbindliche Satzung.

Eine öffentliche Ausgabestelle für Streugut gibt es nicht. Wer auf keinen Winter hoffte und unvorbereitet blieb, hat aber Glück: Die Baumärkte haben ausreichend Streugut. Alles, was mit Winter zu tun hat wie Schneeschaufeln und Streusalz, ging in den vergangenen Wintermonaten angesichts des ausbleibenden Schnees schleppend, was sich nun aber ändern könnte.

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In den Salzwedeler Baumärkten lagert ausreichend Streugut. Wer sich noch nicht eingedeckt hat, sollte das jetzt tun. © Hahner

Aber Achtung: Der Einsatz von Streusalz ist in der Hansestadt nur bei extremer Eisglätte gestattet. „Über das Ausmaß der Glätte lässt sich streiten“, sagt Stadt-Marketingamtsleiter Olaf Meining. Es gibt keine festgeschriebenen Vorgaben, was „extreme Glätte“ ist, das liegt im Ermessen der Grundstückseigentümer. Wenn es extrem glatt ist, muss allerdings sofort Abhilfe geschaffen werden, mahnt der Marketing-Chef. Denn stürzt beispielsweise jemand auf einem eisglatten Gehweg und bricht sich etwa ein Bein, kann der anliegende Grundstücksbesitzer belangt werden, wenn er seiner Streupflicht nicht ordnungsgemäß nachgekommen ist.

Wer nicht streut, muss mit einem Bußgeldbescheid rechnen. Mitarbeiter des Ordnungsamtes schauen sich stichprobenartig in den Straßen um und kontrollieren.

Von Eva Hahner

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