Deponie GmbH duldet illegales Handeln nicht

Immer mehr Müll-Wälder im Altmarkkreis

Müll im Wald: Dieser wird nach Erfahrungen der Deponie-Mitarbeiter nicht weniger, sondern eher mehr. Wer erwischt wird, muss mit hohen Geldstrafen rechnen.
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Müll im Wald: Dieser wird nach Erfahrungen der Deponie-Mitarbeiter nicht weniger, sondern eher mehr. Wer erwischt wird, muss mit hohen Geldstrafen rechnen.

Altmarkkreis Salzwedel – Beim Vorbeifahren mit dem Auto, während Spaziergänge oder im Zuge von Fahrradtouren: Immer wieder lässt sich im Altmarkkreis Salzwedel Müll, der einfach in die Natur gekippt wurde, entdecken.

Die Bandbreite ist groß: Vom alten Kühlschrank über Kleidung bis hin zu Bauschutt.

Das allgemeine Gefühl, dass es im Altmarkkreis Salzwedel immer mehr wird, täuscht offenbar nicht. „Der Trend zeigt eindeutig nach oben“, heißt es in einer Pressemitteilung der kreiseigenen Deponie GmbH und weiter: „Wälder und Wiesen verkommen zu Privat-Deponien“.

Über die Gründe kann nur spekuliert werden. Bei den Verursachern handele es sich offensichtlich um Menschen, die die Mülltonne scheuen und es offensichtlich nicht bis zum nächstmöglichen Wirtschaftshof schaffen – sind sich die Fachleute sicher.

Besondere Problemfelder in der Region: Altkleider- und Glascontainer. Denn wenn die voll sind, fährt nicht jeder zum nächsten Stellplatz, um sein Glück zu versuchen. Es wird daneben gestellt. Dies führt in Gemeinden immer wieder zu kommunalpolitischen Gesprächen inklusive der Diskussion, dass die vorhandenen Container-Kapazitäten zu klein gemessen sein könnten. Auch anderer Müll kommt an den Sammelstellen schnell hinzu, wissen die Mitarbeiter der Deponie GmbH. Dies ist in einigen Teilen des Landkreises inzwischen so ausgeufert, dass ein Lkw mit Kranaufbau verwendet werden muss, um wieder Ordnung zu schaffen.

Wer die Kosten trägt, ist klar: Die Allgemeinheit. Das illegale Entsorgen hat Auswirkungen auf die Abfallgebühr. Die Belastung wird vom Altmarkkreis bereits mit einkalkuliert. „Somit trägt jeder Bürger ein Teil der Kosten für diese zusätzlichen Arbeiten“, macht die Kreis-GmbH in der Mitteilung deutlich. Normalerweise müssen die Verursacher dafür aufkommen – wenn sie erwischt werden. „Wer gegen die Vorschriften verstößt, handelt ordnungswidrig“, heißt es eindeutig. Doch die Schuldigen zu finden, dies ist oftmals der Kern des Problems. Wenn nachgewiesen wird, dass Gegenstände vorsätzlich oder fahrlässig abgelagert wurden, ist ein Bußgeld die Folge. Die maximale Höhe: 100 000 Euro. Alternativen, Müll legal zu entsorgen. gibt es jede Menge.

Dazu gehören nicht nur Tonnen und Säcke zuhause, sondern auch die Möglichkeit, Elektroschrott auf den Wirtschaftshöfen zu entsorgen. Außerdem ist das Schadstoffmobil alljährlich unterwegs. Trotzdem bleibt die Wildverkippung ein Problem. Wer dies beobachtet, sollte eine E-Mail an folgende Adresse schreiben: umweltamt@altmarkkreis-salzwedel.de. Einwohner, die nicht wissen, wo sie ihren Müll ordnungsgemäß entsorgen können, sollten die Abfallberatung nutzen. Diese ist montags, mittwochs und donnerstags von 7 bis 15.45 Uhr, dienstags von 7 bis 17 Uhr und freitags von 7 bis 14:30 Uhr unter Tel. (03 907) 72 09 13 und darüber hinaus per E-Mail (abfallberatung@deponie-gmbh.de) zu erreichen.

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