Pflanzenschutzmittel sollen Navigations- und Kommunikationsfähigkeiten angreifen

Immer mehr Insekten in der Altmark sterben

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Günter Schröder vom Imkerverein Beetzendorf am Kasten einer Bienenschauwabe. Unter Imkern ist das Insektensterben seit Jahren ein Thema.

Altmark. Insekten werden seltener – und das sehr drastisch. Ihr Bestand hat sich nach jüngsten Prognosen in den vergangenen 35 Jahren um bis zu 80 Prozent verringert.

Imker sind neben Gärtnern am meisten betroffen, weshalb Nadine Fischer vom Imkerverein Beetzendorf sich bereits wiederholt über die Gefahren von Pestiziden und Monokulturen in der Landwirtschaft ihre Gedanken gemacht hat.

Auch Vereinschef Günter Schröder und andere Imker hatten schon öffentlich auf das Problem hingewiesen. Hintergrund: Die Bundesregierung warnte vor Kurzem vor einem verheerenden Insektensterben. Seit 1982 hätte sich der Bestand drastisch verringert. Das geht aus einer aktuellen Anfrage der Grünen an das Bundesumweltministerium hervor.

Nadine Fischer hat eine mögliche Erklärung von Dr. Randolf Menzel über den Einfluss von Pestiziden auf die Bienengesundheit aufgegriffen: „Der Experte konnte nachweisen, dass besagte Pflanzenschutzmittel die Gedächtnisleistung, Navigation, Erinnerung und Kommunikation von Bienen stark beeinträchtigen“, so die Imkerin aus Poppau. Getestet wurden sowohl Einzeldosierungen, aber auch minimale Mehrfachdosierungen, was häufig durch gebeizte Samen und den daraus wachsenden Pflanzen geschieht. Seite 3

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