Haupttrasse wird erneuert / Noch keine neue Genehmigung für Wasserwerk

„Ich möchte nicht erleben, dass die Leitung hochgeht“

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Blick in das Siedenlangenbecker Wasserwerk mit Filteranlage. Dieses wurde 2007 modernisiert. Die wasserrechtliche Genehmigung für die Brunnen läuft aus, noch gibt es keine neue. Der Verband erwartet Antworten aus dem Umweltamt.

Salzwedel. „Wenn diese Leitung ausfällt, können schon mal 30 000 Menschen betroffen sein“, blickt Jens Schütte, Geschäftsführer des Verband Kommunaler Wasserversorgung und Abwasserbehandlung mit Sorge auf die Haupttrasse im Bereich Salzwedel.

Durch die 400 Millimeter starken Rohre fließt Trinkwasser. Doch die Konstruktion aus DDR-Zeiten ist nicht für die Ewigkeit gebaut, Bolzen faulen weg. „Ich möchte nicht erleben, dass die Leitung hochgeht“, erklärte der Geschäftsführer während der Verbandsversammlung.

Das Unternehmen reagiert und will im nächsten Jahr neu bauen. Und zwar vom Ortseingang Braunschweiger Straße südlich an Salzwedel vorbei bis zur Bundesstraße 71. Die Leitung führt auch unterhalb der Jeetze. Für den Ersatzneubau sind rund 850 000 Euro nötig. Um diesen Betrag aufzunehmen, wird der Salzwedeler Verband einen Kredit von 682 400 Euro aufnehmen.

Das Thema Trinkwasser beschäftigt den Verband auch in anderer Hinsicht. Die Genehmigung für die Brunnen im Bereich des Werkes Siedenlangenbeck laufen zum 31. Dezember aus. Ein neuer Antrag wurde gestellt, dieser liegt beim Kreisumweltamt. Jens Schütte zeigte sich bei der Versammlung irritiert verärgert darüber, dass es noch keine Entscheidung gibt. Diese wurde eigentlich für Oktober zugesagt. Die AZ fragte gestern beim Kreis nach. Birgit Eurich, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit, erklärte, dass der Antrag bearbeitet werde.

Von Christian Ziems

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