Freie Schule Altmark in Depekolk öffnet Türen / Bewerber für das FSJ gesucht

Mit Hund im Hort und Wald

Celina Ludwig betreut und hilft im Rahmen ihres FSJ auch Emma (v.l.), Anouk und Antumalen in der Freien Schule in Depekolk.
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Celina Ludwig betreut und hilft im Rahmen ihres FSJ auch Emma (v.l.), Anouk und Antumalen in der Freien Schule in Depekolk.
  • VonKatja Lüdemann
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Depekolk. Wer sich mehr gefreut hat, das war kaum auszumachen – die Kinder, die mit leuchtenden Augen in den Hortraum gelaufen kamen oder aber Ronja, die siebenjährige Hovawart-Schäferhündin, die es kaum erwarten konnte mit den Jungen und Mädchen zu kuscheln und zu spielen.

Wer sich mehr gefreut hat, das war kaum auszumachen – die Kinder, die mit leuchtenden Augen in den Hortraum gelaufen kamen oder aber Ronja, die siebenjährige Hovawart-Schäferhündin, die es kaum erwarten konnte mit den Jungen und Mädchen zu kuscheln und zu spielen.

Ronja und ihr Frauchen Lisa Herrmann sind eine Neuerung in der Freien Schule Altmark in Depekolk. Als Therapiebegleithund-Team sind die beiden jeden Dienstag im Hort und bereichern den Gruppenalltag. „Wir gehen gemeinsam auf einen Wald- und Wiesenspaziergang. Die Kinder können mit Ronja spielen und kommen aber auch viel schneller zur Ruhe, wenn sie sich neben den Hund legen können“, erzählt Lisa Herrmann das Konzept der Tiergestützten Pädagogik.

Die „Löwenzähnchen“ steuerten das Lied „Wer hat Angst vor Dracula“ zum Programm des Tages der offenen Tür bei.

42 Kinder spielen und lernen derzeit in der Grundschule und im Kindergarten „Purzelbaum“ unter der Aufsicht von fünf Pädagogen. Zum Tag der offenen Tür führten die Jungen und Mädchen durch die Räumlichkeiten und die Lehrer stellten das Konzept der Montessori-Pädagogik vor. In der Einrichtung in Depekolk steht das individuelle Entdecken und Lernen im Mittelpunkt. Die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, was, in welchem Tempo gelernt wird.

Laura Kirsch und Falk Lange sind gemeinsam mit Töchterchen Elli (1) von der zutraulichen Hündin Ronja fasziniert.

Eine Lernmöglichkeit, die sich auch Celina Ludwig für ihre eigene Grundschulzeit gewünscht hätte. Die 17-jährige Lüdelsenerin ist seit August ihr freiwilliges soziales Jahr (FSJ) in der Freien Schule leisten Und sich dabei rundum wohlfühlt: „Man wird nicht so unter Leistungsdruck gesetzt“, findet die ehemalige Jeetze-Schülerin. Gerne, so verrät sie im Gespräch, möchte sie in die Richtung Erzieherin gehen. „Kindern, die so wie ich Schwierigkeiten hatten beim Lernen, einfach andere Wege aufzeigen.“ Und Vorstandsmitglied Steffi Barisch verweist darauf, dass ab sofort neue Bewerbungen für ein freiwilliges soziales oder auch ökologisches Jahr in der Freien Schule abgegeben werden können.

Viel Spaß haben die Knirpse auch mit dem Schachangebot von Henning Britsch. Kindgerecht werden die Figuren und ihre Zugmöglichkeiten auf dem Schachbrett erklärt. Und er verrät, dass er seinen Schülern auch den ein oder anderen Kniff beibringt. „Einmal sind die Kinder bei einem Turnier auf das Schäfermatt hereingefallen. Das passiert uns nie wieder“, erzählt Britsch lachend.

Von Katja Lüdemann

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