Landesstraßenbaubehörde plant weiter / BI kritisiert Streckenführung parallel zum Grünen Band

B 190 n, der Hosenträger „mit Sternchen“

Das ist der Vorschlag, den die Bürgerinitiative „Westliche Altmark“ für die künftige Bundesstraße 190 neu vorgelegt hat.
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Das ist der Vorschlag, den die Bürgerinitiative „Westliche Altmark“ für die künftige Bundesstraße 190 neu vorgelegt hat.
  • Holger Boden
    VonHolger Boden
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hob Salzwedel – Immer noch geringe Aussichten für den sogenannten Hosenträger, der irgendwann einmal die Autobahnen 14 und 39 miteinander verbinden soll. Die Bundesstraße 190 n (n für neu) steht im weiteren Bedarf.

„Aber mit Sternchen“, sagt Manfred Krüger, Regionalbereichsleiter der Landesstraßenbaubehörde (LSBB) in Stendal. „Mit Sternchen“ heißt, Krügers Mannschaft kann die Piste weiter planen. Gegenwärtig sei der Abschnitt Pretzier-Seehausen auf den Reißbrettern, erläuterte der LSBB-Chef im AZ- Gespräch. „Wir hängen unser Planfeststellungsverfahren an die der Autobahnen mit dran“, will Krüger möglichst viel Zeit gewinnen, um Baurecht zu schaffen.

Doch noch immer hadert die Bürgerinitiative (BI) „Westliche Altmark“ mit dem Hosenträger – vor allem mit dem Abschnitt von Salzwedel in Richtung Westen bis Bad Bodenteich zur A 39. Die geplante Trasse laufe fast 35 Kilometer parallel zum Grünen Band, ärgert sich Werner von dem Knesebeck und sieht darin eine Zerstörung der einzigartigen Kulturlandschaft. Er pocht auf den Koalitionsvertrag, in dem das Grüne Band als Naturmonument verankert ist.

Auch für den Ostabschnitt (Salzwedel-Seehausen) kann sich die BI nicht mit einer dreispurigen B 190 n abfinden, die neben der bereits vorhandenen B 190 gebaut werden soll. Sie wollen, dass auf der vorhandenen Trasse gebaut wird. Die bisherigen Pläne, nach denen mit dem Bau des Hosenträgers begonnen werden könne, sind frühestens ab 2030 als realistisch anzusehen.

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