Asylbewerberunterkünfte sind voll / Doppelt so viele Flüchtlinge wie im Vorjahr

Hoffen auf Entspannung

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Dezernent Hans Thiele sucht händeringend nach Mietobjekten für Flüchtlingsfamilien.

Salzwedel. „Die Bude ist voll!“ Dezernent Hans Thiele findet klare Worte für die Situation der Asylbewerberunterkünfte. 112 Menschen wohnen derzeit in den Gemeinschaftsunterkünften in Salzwedel und Gardelegen, 150 sind in 40 Wohnungen untergebracht.

Im Oktober soll der Dachausbau bei der Asylbewerberunterkunft Am Fuchsberg abgeschlossen sein. Doch die neue Kapazität wird schnell erschöpft sein. Denn der Flüchtlingsstrom bringt pro Monat 28 Menschen in den Altmarkkreis.

Seit einem Dreivierteljahr sucht der Ordnungsamtsleiter händeringend nach weiteren Mietobjekten für Flüchtlingsfamilien. Denn: „Die Flüchtlinge gehen ja nicht in einem Monat einfach wieder“, erklärt Thiele. Das Prüfungsverfahren des Bundesamtes für Migration für Asylbewerberanträge dauert sechs bis neun Monate. Nur zehn Prozent der Asylbewerber reisen freiwillig wieder aus, weil sich die Situation in ihrer Heimat beruhigt hat, berichtet der Dezernent.

Seit einem halben Jahr baut der Kreis für eine halbe Millionen Euro zusätzlich das Dachgeschoss in der Einzelunterkunft Am Fuchsberg aus. Im Oktober soll es mit insgesamt 30 Plätzen fertig sein, ist der Ordnungsamtsleiter zuversichtlich. Doch im Hinblick auf die 28 Flüchtlinge die den Altmarkkreis derzeit monatlich erreichen, werden auch diese Kapazitäten schnell erschöpft sein.

„Die ganzen letzten Jahre lief es mit den Unterkünften wunderbar“, erinnert sich der Dezernent.

Von Eva Hahner

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