Salzwedeler Einzelhändler setzen auf Normalität

Hoffen auf Umsätze

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Udo Schulz, Inhaber des Schuhhauses Düster, nimmt telefonisch Anmeldungen entgegen.
  • Holger Benecke
    vonHolger Benecke
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Die sinkenden Inzidenzzahlen machen es möglich: Bislang geschlossene Geschäfte können wieder Einzeltermine zum Einkaufen vergeben. Das bedeutet, Kunden müssen zunächst online oder telefonisch einen Termin mit dem Geschäft vereinbaren.

Salzwedel - Das Ganze läuft unter dem Slogan „Click and Meet“. Insgesamt wird von den befragten Einzelhändlern diese Regelung, die ab sofort wieder umgesetzt werden kann, in Salzwedel positiv aufgenommen. Wenn auch mit Einschränkungen. Das ergab eine nicht repräsentative Umfrage der Altmark-Zeitung.

Jost Fischer, Chef der Salzwedeler Werbegemeinschaft, findet es gut, dass Einkaufen auf diese Art wieder möglich. „Es hat ja schon einmal funktioniert“, sagt Fischer, der zugleich darauf hinweist, dass die Geschäfte alle ihre Hygienekonzepte haben und diese auch umsetzen werden. Trotzdem werden die Menschen, also die Kunden, vorsichtig sein, vermutet Fischer. Er ist optimistisch, dass es sich auf Dauer nur um eine Übergangslösung handelt, bis „alles wieder normal sein“ wird.

Besseres Wetter soll Kunden anlocken

Nicht ganz so positiv sieht Silke Kräuter, Inhaberin der beiden Spowa-Geschäfte in Salzwedel, die Lage. Die Nutzung des Angebots von „Click und Meet“ halte sich nach ihren Erfahrungen bei den Kunden in Grenzen. Es sei allerdings auch schwierig, sämtliche Regelungen zu durchschauen. „Das hält viele Kunden vom Shopping ab.“ Jedoch hofft sie, dass sobald das Wetter besser wird, die Kunden wieder den Weg in die Einzelhandelsgeschäfte finden werden.

Es fehlt an Tagestouristen

„Besser als geschlossen“, fasst Udo Schulz, Inhaber des Schuhhauses Düster, die momentane Situation zusammen. Man müsse eben das Beste daraus machen, auch wenn „Click and Meet“ sehr aufwendig sei. Allerdings sei der Bedarf für dieses Angebot durchaus vorhanden, denn die Menschen möchten einkaufen. Schwierig sei allerdings, dass die Regelungen überall anders seien und sich alles ständig ändere. Das wäre nicht nur ein Problem für die Einzelhändler, sondern eben auch für die Konsumenten. Deshalb sei es wichtig, dass die Medien regelmäßig berichten, um die Menschen über den aktuellen Stand zu informieren. Die Erfahrungen mit dem ersten „Click and Meet“ bezeichnet Schulz als durchwachsen. Speziell in ihre Läden seien die Menschen gekommen, wenn sie dringend etwas brauchten. Beispielsweise Schuhe für Kinder. Ein Problem sei zudem, dass es aufgrund der bestehenden Regelungen an Tagestouristen in Salzwedel mangele. Schulz ist aber optimistisch, dass sich die Situation deutlich verbessern wird, sobald die (Außen-) Gastronomie wieder geöffnet ist und Gäste empfangen kann. Es gehöre zum Einkaufen einfach dazu, sich auch mal hinsetzen, einen Kaffee trinken, ein Stück Kuchen essen oder sich zu einem Gespräch zu treffen.

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