Gastronomen bieten leichte Kost an – aber bei den Altmärkern geht Schnitzel immer

Bei Hitze hilft „Hugo“

Beatrice Jordan kredenzt einen Sommersalat. Der trägt seinen Namen zu Recht und der leckere und leichte Teller ist im „Amadeus“ ein Renner. Radovan Smiljanic empfiehlt das Gericht besonders während der heißen Tage.

kt Salzwedel. Der Sommer zeigte sich in den vergangenen Tagen von seiner schönsten Seite – zeitweise war es schon zu heiß. Auch die Gastronomen müssen sich darauf einstellen, immerhin schmeckt ein Eisbein mit Sauerkraut während der Sommermonate nicht unbedingt jedem.

Doch was kommt auf die Teller? Was bevorzugen die Altmärker während der heißen Tage? Die Altmark-Zeitung machte den Gaumentest in der Hansestadt.

„Wir bieten traditionell leichte Gerichte an“, hat sich Radovan Smiljanic für die Sommerzeit gerüstet. Smiljanic, in Salzwedel als „Rascho“ bekannt, hat trotz heißerer Tage nicht weniger Gäste im „Amadeus“. Die Mittagskarte ist mit leichteren Gerichten gespickt. Und nicht nur für die Herren der Schöpfung gibt es jede Menge Gegrilltes. Auch wenn dabei kräftig zugelangt wird, bleibt der Renner der Sommersalat.

Apropos Renner: Wasser und Softdrinks fließen bei der Hitze in Strömen. Und abends wird bei Südseetemperaturen nach den passenden Getränken verlangt: Cocktails.

Mit solch leckeren Mixgetränken kann auch Einar Krause dienen. Der Wirt des Kulturhaus-Restaurants hat sogar einem ganz besonderen Cocktail: den Hugo. Der Chef vom Salzwedeler Auf bei ihm werden zurzeit hauptsächlich Salate und Gegrilltes verlangt und serviert. „Fisch ist sehr interessant bei Hitze“, lenkt Krause den Blick auf Länder, in denen es immer heiß ist und fast alle Gerichte vor Meeresfrüchten nur so strotzen.

Doch zurück zu den kühlen Drinks: Was ist eigentlich der Hugo? Der Cocktail besteht unter anderem aus Holunderblütensaft, Pfefferminze, einer Zitronenscheibe und Sekt. „Sehr erfrischend, das kommt super an“, freut sich Einar Krause, dessen Kind „Hugo“ ist. Sein Fazit in Sachen Sommer-Gastronomie 2012: „Trotz der Hitze wird beim Essen nichts ausgelassen. Es gibt es zwar den Trend zum Leichten – aber das Schnitzel schmeckt trotzdem vielen Gästen.“ Das gehört in der Altmark eben dazu – egal, welches Wetter gerade mal wieder verrückt spielt.

Schnitzel hat Krishnasamy Yoganathan zwar auch im Angebot, doch konzentriert sich das India-Haus – wie nicht anders zu erwarten – auf die asiatische Küche. Indische und chinesische Speisen sind gut bekömmlich. Durch Hühnerfleisch, Salat und andere Beilagen sind sie nicht so schwer verdaulich. Von daher gibt es keinen großen Wechsel zwischen Winter- und Sommerküche. „Das indische Buffet geht eben immer – wird auch im Sommer rege nachgefragt“, freut sich Krishnasamy Yoganathan alias „Sati“. Und es werden eine Menge Cocktails bestellt, erzählt der Chef mit einem Augenzwinkern. Das India-Haus hat daher das Getränke-Spektrum in diese Richtung erweitert.

Stichpunkt leicht – da kann auch der Chef vom „DaGaetano“, Gaetano Caliva, einhaken: „Salate werden viel bestellt, Gerichte aber auch mal ohne Sahne geordert.“ Caliva hat keine besondere Sommerkarte, doch bemerkt er Änderungen im Besucherverhalten. „Während der vergangenen Tage kamen die Leute verstärkt Abends und haben natürlich mehr kalte Getränke geordert“, berichtet Gaetano Caliva.

Eiskaltes geht auch im „Odeon“ gut. Maik Schröder empfiehlt unschlüssigen Gästen vor Salate als Basis. „Diese können je nach Wunsch und Geschmack mit Hähnchenstreifen, Garnelen oder anderem garnieren.“ Seine Tipps werden dann oft angenommen. „Die Gäste freuen sich über eine Beratung und mögen es gern individuell“, so der „Odeon“-Chef.

Alles in allem lassen sich Altmärker und Touristen in Salzwedel den Appetit durch die Hitze nicht verderben. Nicht zuletzt dadurch, dass die Gastwirte den Wetter-Speisen-Getränke-Balanceakt immer wieder lecker austariert bekommen. Na dann – die Altmark-Zeitung wünscht: Guten Appetit!

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